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Für den früheren UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon könnten die Vorwürfe an die Adresse seines Bruders zur Hypothek werden: Es soll sich für das Präsidentenamt in Südkorea interessieren. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/LEE JIN-MAN

(sda-ats)

Im Zusammenhang mit einem Bestechungsfall haben die USA die südkoreanischen Behörden gebeten, den Bruder des früheren UNO-Generalsekretärs Ban Ki Moon festzunehmen. Die US-Regierung will zudem die Auslieferung des Verdächtigen erreichen.

Die Ermittler werfen dem 69-jährigen Ban Ki Sang vor, im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Gebäudekomplexes in Vietnam Schmiergeld gezahlt zu haben, wie Staatsanwalt Daniel Noble am Freitag vor einem Bundesgericht in New York erklärte.

Der Beschuldigte war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ban Ki Sang war früher Manager bei der südkoreanischen Baufirma Keangnam. Die Affäre könnte sich für seinen Bruder als Belastung erweisen, sollte er sich wie erwartet um das Präsidentenamt in Südkorea bewerben.

Insgesamt ermitteln die US-Behörden gegen vier Verdächtige, darunter den Sohn des früheren Managers. Der 38-Jährige soll versucht haben, mit Hilfe eines Bloggers einen Behördenmitarbeiter zu bestechen, um das Gebäude an einen Staatsfonds zu verkaufen. Der Staatsanwaltschaft zufolge flossen dabei zunächst 500'000 Dollar.

Geplant sei gewesen, bei einem erfolgreichen Abschluss weitere zwei Millionen Dollar zu zahlen. Der Blogger habe das Geld aber nicht weitergeleitet und stattdessen unterschlagen. Er habe es etwa für Flugtickets, Hotels, Möbel oder Miete für seine Wohnung in Manhattan ausgegeben.

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SDA-ATS