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Valora-CEO Michael Müller trimmt die Kioske auf das Retailgeschäft der Zukunft.

Valora

(sda-ats)

Valora-Chef Michael Müller will die Kioske für die Zukunft rüsten. Der Konzern soll sich noch stärker als Dienstleistungspartner positionieren.

Müller geht davon aus, dass sich der Kiosk in zehn Jahren stark vom heutigen unterscheiden wird. Bei den Dienstleistungen setzt Valora neben Bezahllösungen vor allem auf das Paketgeschäft.

"Der nächste Schritt wird das Abholen von Sendungen betreffen", sagte Müller in einem Interview mit der "Basler Zeitung" vom Donnerstag. Bis anhin können Kunden an den Kiosken lediglich Pakete aufgeben.

Valora ist auch an der Übernahme von Postagenturen interessiert. Noch sei aber unklar, wo die Post überhaupt Agenturen abgeben wolle, gab Müller, der den Konzern seit drei Jahren lenkt, zu bedenken.

Ausbau der Dienstleistungen

Kürzlich erst ist der Konzern im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Start-up Battere ins Geschäft mit Handyakkus vorgestossen. In Korea beispielsweise sei dieser Service ein Renner. "Unser Test ist sehr zufriedenstellend verlaufen, weshalb wir das jetzt breit anbieten", sagte der CEO.

Wer einen leeren Handyakku hat, kann neu an 1000 Verkaufsstellen von Valora zum Preis von 4 Franken und gegen ein Depot von 15 Franken Notfall-Akkus beziehen. Mit diesen können Kunden ihren leeren Akku nachladen. An sämtlichen Verkaufsstellen können die Akkus danach auch wieder zurückgebracht werden.

In Sachen Kundenorientierung bezeichnete Müller die USA als grösste Inspirationsquelle: "Whole Foods beispielsweise betreibt ihr Geschäft sehr innovativ. Aber auch im Convenience-Geschäft in Europa gibt es starke Wettbewerber, von denen wir lernen können".

"Wir müssen die Balance halten"

Weiteres Wachstum erhofft sich Müller insbesondere vom Ausbau des Convenience-Geschäfts in Deutschland. Ein Schub soll auch die internationale Expansion von Brezelkönig im Franchise-Konzept und die Produktion von Laugengebäck für Drittkunden bringen.

Und nicht zuletzt hält Valora Ausschau nach möglichen Übernahmen. "Wir müssen die Balance halten. Aber wir prüfen immer Akquisitionen, in sehr unterschiedlicher Grösse: von sehr kleinen ergänzenden Elementen bis zu grösseren Opportunitäten", sagte Müller.

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SDA-ATS