Der Vakuumventilhersteller VAT hat auch zum Jahresstart 2019 die Flaute im Markt für Chip-Produktionsanlagen zu spüren bekommen. Das Unternehmen sieht allerdings den Tiefpunkt nun als erreicht an.

VAT setzte im ersten Jahresviertel 2019 mit 127,7 Millionen Franken über ein Drittel weniger um als in der Vorjahresperiode, wie der Ostschweizer Vakuumventil-Hersteller am Dienstag mitteilte. Damit lag der Wert am oberen Ende der am März veröffentlichten unternehmenseigenen Prognose für das erste Quartal von 120 bis 130 Millionen.

Zudem konnte das Unternehmen deutlich weniger neue Aufträge entgegennehmen. Der Auftragseingang brach um fast 41 Prozent auf 127,8 Millionen ein. Gegenüber dem Schlussquartal 2018 (134 Millionen) hat der Auftragseingang um 5,0 Prozent abgenommen. Die sogenannte Book-to-bill-Ratio (Verhältnis Auftragseingang zum Umsatz) betrug 1x: Ein Wert von über 1 kennzeichnet einen wachsenden Markt.

Auftragsbestand von 113,5 Millionen

Der Auftragsbestand per Ende Quartal wurde mit 113,5 Millionen Franken beziffert, ein leichtes Minus von 0,1 Prozent gegenüber Ende 2018. Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Im Vergleich zu den Rekordergebnissen des ersten Quartals im Vorjahr verzeichnete das Segment Ventile im ersten Quartal 2019 einen Umsatzrückgang von 41 Prozent auf 96 Millionen. Dabei sei der Umsatz weiterhin durch geringere Kundeninvestitionen in neue Fertigungsanlagen belastet worden, schrieb die Gesellschaft. Wegen der Marktschwäche hat VAT kürzlich die Kurzarbeit in Haag im Kanton St. Gallen um weitere drei Monate bis Ende Juni verlängert.

Tiefpunkt könnte erreicht sein

Der Nettoumsatz von Global Service blieb trotz des allgemeinen Abschwungs im Halbleitermarkt dagegen konstant auf 27 Millionen. Der Nettoumsatz im Segment Industrie ging um 38 Prozent auf 5 Millionen Franken zurück.

Die seit Mitte 2018 anhaltende Marktabschwächung habe sich im ersten Quartal 2019 fortgesetzt, wenn auch in langsamerem Tempo, hiess es weiter. Der moderatere Rückgang der Auftragseingänge und des Nettoumsatzes gegenüber dem vierten Quartal 2018 (-5% bzw. -14%) deute aber darauf hin, dass der Tiefpunkt des derzeit schwächeren Marktumfelds erreicht sein könnte.

Trotz dieser leicht optimistischen Töne wird der bisherige Ausblick für das Gesamtjahr 2019 bestätigt. Danach wird ein geringeren Umsatz, eine niedrigere EBITDA-Marge und ein tieferer Reingewinn in Aussicht gestellt. Das mittelfristige Ziel einer EBITDA-Marge von 33 Prozent wurde allerdings aufrechterhalten.

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