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Warten auf Lebensmittel in Venezuela: Um das Devisenproblem des Landes zu lindern, will Staatschef Nicolas Maduro eine Kryptowährung einführen - den "Petro". (Archivbild)

KEYSTONE/AP/FERNANDO LLANO

(sda-ats)

Im Kampf gegen die Inflation und eine drohende Staatspleite will Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro mit einer neuen Digitalwährung für Entlastung sorgen. In seiner TV-Sendung "Domingos con Maduro" kündigte er am Sonntag die Einführung einer Kryptowährung "Petro".

"Petro" das ist eine Kurzform für das Wort "Erdöl" - passend für das Land mit den grössten Ölreserven der Welt. Die virtuelle Währung solle abgesichert werden mit den Ölreserven, Mineral- und Diamantvorkommen.

Er wolle mit der virtuellen Währung "den Finanzkrieg" bekämpfen, den die USA und ihre Alliierten gegen die Sozialisten angezettelt hätten. Gegen hohe Regierungsvertreter, darunter auch Maduro, waren Finanzsanktionen verhängt worden, nachdem das von der Opposition dominierte Parlament entmachtet worden war.

Fehlende Devisen

Mehrere Ratingagenturen sehen bereits eine Teil-Pleite in Venezuela. Als Gründe gelten Misswirtschaft der sozialistischen Regierung und auch der seit Jahren relativ niedrige Ölpreis. Wegen der rasanten Inflation steigt die Zahl der hungernden Menschen, zudem fehlen Devisen, um genug Lebensmittel und Medikamente einzuführen.

Mit dem "Petro" soll offensichtlich versucht werden, dieses Problem zu mindern. Zudem könnten über diesen Weg entsprechende Geschäfte mit dem Ausland bezahlt werden - denn die Landeswährung Bolivar weist in diesem Jahr eine Inflation von über 1000 Prozent auf, der monatliche Mindestlohn ist dadurch auf ein paar Franken geschrumpft.

Es gibt bereits hunderte Digitalwährungen, die bekannteste ist der Bitcoin. Diese Währungen werden nicht als Scheine gedruckt beziehungsweise von Zentralbanken erzeugt, sondern mit Computern errechnet. Das virtuelle Geld soll einen Zahlungsverkehr ermöglichen, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert.

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