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Die Opposition in Venezuela hat offiziell einen Antrag auf Neuauszählung der Stimmen der Präsidentschaftswahl eingereicht. Dies teilte Oppositionschef Henrique Capriles über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Sein Wahlkampfteam habe den Antrag persönlich bei der Nationalen Wahlkommission eingereicht. "Eine neue Auszählung wurde verlangt, mit der Überprüfung der Stimmzettel, des Wahlvorgangs und der Wahlregister", erklärte Capriles.

Allerdings hatte die Wahlkommission bereits zuvor eine Neuauszählung der Stimmen abgelehnt. Venezuelas Oberster Gerichtshof entschied seinerseits am Mittwoch, dass die von der Opposition verlangte manuelle Auszählung wegen des computergestützten Wahlsystems nicht möglich sei.

Der Konservative Capriles war bei dem Urnengang am Sonntag laut dem offiziellen Ergebnis knapp dem Sozialisten Nicolás Maduro unterlegen. Der Abstand zwischen beiden betrug nur rund 1,7 Prozentpunkte. Capriles erkennt das Ergebnis nicht an.

Maduro war nach dem Krebstod von Staatschef Hugo Chávez im März Interimspräsident geworden und will die Politik seines Vorgängers fortführen. Maduro soll am Freitag vereidigt werden. Auch die USA haben eine Neuauszählung der Stimmen gefordert und gesagt, sie würden Maduro nicht anerkennen.

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SDA-ATS