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Der mutmassliche Mörder des Knaben wurde in Spanien festgenommen. Es handelt sich um einen 55-jährigen Niederländer. (Symbolbild)

KEYSTONE/URS FLUEELER

(sda-ats)

Zwanzig Jahre nach dem Mord an einem elfjährigen Knaben aus den Niederlanden ist am Sonntag ein Verdächtiger gefasst worden. Wie die niederländische Polizei mitteilte, wurde der Mann in Spanien festgenommen. Es handle sich um einen 55-Jährigen. Er werde ausgeliefert.

Der Journalist und Sprecher der Familie des getöteten Buben schrieb bei Twitter, der mutmassliche Täter sei in der Nähe von Barcelona gefasst worden. Die Familie sei "sehr erleichtert". "Es wird Gerechtigkeit geben", fügte er hinzu.

Die Polizei hatte erst am Mittwoch erklärt, in dem Fall einen Verdächtigen ermittelt zu haben und nach dem 55-Jährigen zu fahnden. Die Festnahme am Sonntag gelang nach Angaben der Ermittler mit Hilfe eines Zeugen, der den Mann in den vergangenen Tagen auf einem Foto in den Medien erkannt habe. Die Ermittler lobten die Zusammenarbeit mit der spanischen Polizei.

Eins als Zeuge aufgetreten

Der gefasste Mann soll den Elfjährigen im August 1998 sexuell missbraucht und dann ermordet haben. Das Kind war damals aus einem Sommercamp im Naturschutzgebiet Brunssummerheide an der deutschen Grenze entführt und einen Tag später getötet aufgefunden worden. Mithilfe von Spuren an der Leiche und modernen Technologien konnte erst 2008 ein DNA-Profil des Täters erstellt werden.

Weitere Fortschritte in dem Fall gab es dann in diesem April, als die Familie des Beschuldigten ihn als vermisst meldete. Der Mann tauchte demnach nicht wieder auf, nachdem er nach eigener Aussage zu einem Spaziergang in den Vogesen aufgebrochen war - in dem ostfranzösischen Gebirge besitzt er eine Hütte.

Dort sicherte die Polizei DNA-Spuren des Mannes, der früher bei den Pfadfindern arbeitete. Weil er 1998 als Zeuge in dem Mordfall aufgetreten war, glich die Polizei diese Spuren mit dem DNA-Profil des mutmasslichen Täters ab - die Proben stimmten überein.

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