Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Gefrorene Weichen stellen die SBB während der Kältewelle vor Probleme. (Archiv)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Gleisschäden, Fahrleitungsstörungen, vereiste Bahnanlagen: Die SBB haben mit der Kälte zu kämpfen. Innert zwölf Stunden traten insgesamt rund 200 Störungen auf. Zusätzliche Mitarbeitende stehen im Einsatz. Derweil ist ein Ende der "Russenpeitsche" in Sicht.

Wer am Mittwochmorgen den Bahninformationsdienst konsultierte, bekam zahlreiche Störungsmeldungen auf dem Schweizer Schienennetz angezeigt. "Die Kälte wirkte sich sehr stark auf die Fahrzeug- und Anlagenverfügbarkeit bei den SBB aus", sagte Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Betroffen war der morgendliche Berufsverkehr. Schweizweit mussten sich Pendlerinnen und Pendler gedulden. Zwischen Mitternacht und Mittag registrierten die SBB aufgrund der Kälte rund 100 Störungen an Fahrzeugen und noch einmal 100 mittlere und kleinere Störungen an Stellwerkanlagen.

Stromkreisläufe unterbrochen

Das Problem waren laut Ginsig insbesondere die Sicherungsanlagen. Konkret habe sich an verschiedenen Gleisanlagen Eis gebildet. Der Stromkreislauf sei so unterbrochen worden. Daraus hätten sich Stellwerkstörungen ergeben.

Auch bei Weichen traten Störungen auf. Verschiedentlich seien die Heizungen ausgefallen, was zum Einfrieren der Anlagen geführt habe, sagte Ginsig. Zusätzliche Mitarbeitende, die wegen des Winterdienstes in Bereitschaft seien, hätten die Probleme beheben müssen.

Ginsig führte weiter aus, dass Bahnanlagen und Fahrzeuge sowohl bei massiver Hitze im Sommer als auch bei extremen Temperaturen im Winter funktionieren müssten. Eine kritische Schwelle zu beziffern, bei der ein Grossteil der Anlagen Probleme bekommen würde, sei aber schwierig, "da nicht nur die Temperatur, sondern weitere Witterungseinflüsse die Störungen beeinflussen können".

Kälteste Nacht des Winters

Die vergangene Nacht war die kälteste des Winters. Im Flachland sanken die Temperaturen gemäss verschiedenen Wetterdiensten teilweise auf bis zu -20 Grad. In weniger besiedelten Gebieten über 1000 Metern über Meer war es teilweise noch deutlich kälter.

Grund für die klirrend kalte Nacht war laut MeteoNews die Kombination aus vielfach klaren Verhältnissen, wenig Wind und der russischen Kaltluft, die aktuell noch über der Schweiz liege. Nun soll die "Russenpeitsche" genannte Kältewelle aber langsam abklingen.

In den tiefen Lagen wird es bis zum Wochenende von Tag zu Tag etwas milder, wie Prognosen zeigen. Im Süden und Westen setzt in der Nacht auf Donnerstag Schneefall ein. Hier muss demnach zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März für den morgendlichen Berufsverkehr teilweise auch mit prekären Strassenverhältnissen gerechnet werden.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.









The citizens' meeting

The citizens' meeting

1968 in der Schweiz

SDA-ATS