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Die während ihres Indien-Urlaubs von mehreren Männern vergewaltigte Schweizerin wolle nicht, dass die Angeklagten zum Tode verurteilt werden, teilten die Schweizer Behörden am Donnerstag mit. Die Frau und ihr Ehemann haben Indien bereits am Mittwoch verlassen.

In einem an den Gouverneur des Bundesstaates Madhya Pradesh adressierten Brief habe die Touristin "den Wunsch geäussert, dass der Prozess möglichst schnell stattfindet und damit Gerechtigkeit gesprochen wird", schrieb der in Indien stationierte Schweizer Botschafter in einem Communiqué, das der Nachrichtenagentur sda vorliegt.

Das Paar betonte im Brief, dass "die Angeklagten eine angemessene Strafe erhalten, aber nicht zum Tode verurteilt werden sollen". Es versprach zudem, weiterhin mit der indischen Justiz zusammenarbeiten zu wollen.

Ausserdem sind die beiden bereit, wenn nötig per Videokonferenz am Gerichtsprozess teilzunehmen. Gemäss Informationen indischer Medien soll der Prozess am Samstag beginnen.

Nochmals am Tatort

Die Tat ereignete sich in der Nacht des 15. März. Der 30-jährige Mann und die 39-jährige Frau, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, wollten gerade ihr Zelt aufstellen, als sie von mehreren Männern überfallen wurden. Diese fesselten den Mann und vergewaltigten die Frau vor dessen Augen. Ausserdem wurden die beiden Schweizer beraubt.

Nach der Tat wurden insgesamt sechs junge Männer verhaftet. Am letzten Dienstag wurden sie wegen Gruppenvergewaltigung und Diebstahls angeklagt. Bei den Beschuldigten wurden der Labtop und der Fotoapparat des Paares sichergestellt.

Auf Bitte der Untersuchungsbehörden hin, begab sich das Paar vor seiner Abreise nochmals an den Tatort.

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SDA-ATS