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Blumen im Gedenken an die Opfer vor dem Bahnhof Marseille Saint-Charles, wo ein Mann zwei Frauen erstochen hatte.

KEYSTONE/EPA/SEBASTIEN NOGIER

(sda-ats)

Ein am Sonntagabend im Tessin verhaftetes Paar wird ausgewiesen. Wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) mitteilte, gefährden die beiden die innere Sicherheit der Schweiz. Der Mann ist ein Bruder des mutmasslichen Marseille-Attentäters.

Zudem ist er ausländischen Polizeibehörden bekannt wegen seiner Verbindungen zu dschihadistischen Terrororganisationen, wie das fedpol am Dienstagnachmittag mitteilte. Seine Rolle am Messer-Attentat von Marseille mit zwei Opfern ist - sofern es eine gibt - den Angaben zufolge unklar.

Die fedpol-Massnahmen sind verwaltunspolizeilicher Natur und stützen sich auf das Ausländergesetz. Das Paar wird in Auslieferungshaft genommen. Kantons- und Bundesbehörden arbeiten eng zusammen.

Die Verhaftung der beiden erfolgte auf einen Haftbefehl des fedpol. Bei dem Paar ist gemäss Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa nicht ausgeschlossen, dass es aus Tunesien stammt.

In Marseille hatte am 1. Oktober ein 29-jähriger Tunesier zwei Frauen unter "Allahu Akbar"-Rufen tödlich verletzt. Er wurde von Soldaten erschossen. Am vergangenen Freitag sind in Tunesien ein Bruder und eine Schwester des Täters festgenommen worden. Sie wurden von Anti-Terror-Ermittlern befragt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Angriff für sich reklamiert. Nach Angaben der französischen Ermittler deutete zunächst nichts darauf hin, dass der Täter Verbindungen zu islamistischen Gruppierungen hatte. Allerdings war in Italien ein weiterer Bruder des 29-Jährigen festgenommen worden.

Dieser Bruder habe in Syrien und im Irak gekämpft, er habe "militärische Erfahrung", sagte der Chef der italienischen Anti-Terror-Polizei.

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SDA-ATS