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Verheerende Buschbrände haben im US-Bundesstaat Colorado Hunderte Familien obdachlos gemacht und zur Schliessung beliebter Touristenziele geführt. Ein Brand in der Nähe der Stadt Colorado Springs weitete sich auf eine Fläche von rund zehn Quadratkilometer aus.

Mehr als 11'000 Bewohner und eine unbekannte Zahl Touristen mussten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. Colorado erlebt derzeit bei Temperaturen von 30 Grad Celsius die schlimmste Brandsaison seit zehn Jahren. Insgesamt wüten acht Busch- und Waldbrände.

Allein einer der Brände nahe der Stadt Fort Collins, der seit zwei Wochen wütet, zerstörte nach Behördenangaben vom Sonntag mindestens 248 Häuser. Nahe dem Rocky-Mountain-Nationalpark zerstörten die Flammen am Wochenende knapp zwei Dutzend Häuser. Das grösste Feuer wütete im Nationalpark von Waldo Canyon.

Die neuste Brandserie kommt nur wenige Tage vor dem US-Nationalfeiertag am 4. Juli, an dem viele Familien Nationalparks und andere Touristenziele ansteuern.

Touristen in Notunterkünften

Seit mehr als einer Woche gilt in Colorado bereits ein Verbot für offene Lagerfeuer und private Feuerwerksvorführungen. Einige Touristenattraktionen wurden geschlossen. Viele Touristen müssen ihre Ferien in Evakuierungszentren verbringen, wo Wasserflaschen verteilt und Feldbetten aufgestellt werden.

"Wir sind Überflutungen und Tornados gewöhnt, nicht so etwas wie das", sagte Amanda Rice, die erst vor kurzem mit ihrer Familie aus dem US-Bundesstaat Illinois nach Colorado gezogen war.

Aus Angst vor den Flammen hatte Rice bereits vor der Aufforderung durch die Behörden mit ihren Angehörigen ein Evakuierungszentrum aufgesucht.

Die Hälfte aller im Bundesstaat zur Verfügung stehenden Feuerwehrleute bekämpfte derzeit die Brände in Colorado, sagte Gouverneur John Hickenlooper am Sonntag. Militärtransportflugzeuge sollten sie nun unterstützen, erklärte Hickenlooper weiter.

SDA-ATS