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An der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich ist am Samstag die verlängerte Tramlinie 3 von Basel nach Saint-Louis offiziell eröffnet worden - zur Freude vieler.

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Basler Trams verkehren nach rund 60 Jahren wieder bis in die französische Grenzstadt Saint-Louis. Die zweite grenzüberschreitende Tramlinie der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) ist am Samstag offiziell eingeweiht worden.

Die verlängerte Tramlinie 3 sei ein wichtiger Beitrag für das Zusammenleben und den Zusammenhalt in der Region, sagte der Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels bei der Feier im Sportzentrum Pfaffenholz. Die Menschen in der Schweiz und Frankreich rückten so noch stärker zusammen.

Alain Girny, Präsident der Saint-Louis Agglomération, lobte die gute Zusammenarbeit über die Landesgrenzen. Die verlängerte Tramlinie bringe Dynamik in die bilaterale Beziehung zwischen der Schweiz und Frankreich.

Nach ersten Reden und dem Band-Durchschneiden an der Grenze bestiegen die geladenen Gäste ein Tram nach Saint-Louis, wo unter anderem eine Tramtaufe auf dem Programm stand. Für die Bevölkerung starteten ab Mittag Gratisfahrten mit der verlängerten Tramlinie 3.

Rund 91 Millionen Franken

Eine Tramlinie in die französische Grenzstadt Saint-Louis hatte es früher schon gegeben. Sie wurde jedoch vor nahezu 60 Jahren eingestellt. Mit dem Fahrplanwechsel fährt die BVB-Linie 3 nun statt bis knapp an die Landesgrenze über eine Neubaustrecke von 3,1 Kilometern bis zum Bahnhof von Saint-Louis.

Bis nach Saint-Louis fährt vorerst jedes zweite Tram, also eines alle 15 Minuten. An der Endstation entsteht bis im Frühjahr 2018 zudem eine Park+Ride-Anlage mit 740 Parkplätzen. Mitsamt dieser kostet das Projekt 91,3 Millionen Franken.

Mit der Verlängerung der Tramlinie 3 soll primär ein Teil der 30'000 Grenzgänger aus dem Elsass zum Umsteigen vom Auto auf den öffentlichen Verkehr bewegt werden. Dies soll gemäss Kanton zu einer "spürbaren Entlastung" der Strassen von Basel und Saint-Louis führen. Die BVB erhoffen sich zunächst 600'000 zusätzliche Fahrgäste.

Französisch-Schulung für Tramchauffeure

Seit September hatten die BVB sämtliche Tramchauffeusen und -chauffeure auf dem neuen Streckenabschnitt ausgebildet. Die Schulung beinhaltete neben einem theoretischen Teil mit den Kenntnissen der Strecke auch einen praktischen Teil mit dem Befahren des Abschnitts.

Um den Fahrgästen einfache Auskünfte zu erteilen und sicherheitsrelevante Durchsagen im Tram machen zu können, haben die BVB das Fahrpersonal speziell geschult. Minimale Französischkenntnisse sind Voraussetzung für den Einsatz jenseits der Landesgrenze.

Für den Personentransport auf dem neuen Abschnitt zugelassen wurden die neuen Flexity-Trams der BVB. Gemäss der Auflagen der Behörden müssen alle Tramtüren mit SOS-Knöpfen ausgestattet und die Beschriftungen auch auf Französisch angebracht sein. Dass ein vergleichbares Flexity-Tram schon im Marseille verkehrt, hat gemäss BVB den Zulassungsprozess erleichtert.

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SDA-ATS