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Das Nordwestschweizer Fest, das Bergkranzfest auf der Schwägalp und vor allem der Unspunnenschwinget in Interlaken: Der August als letzter Monat der Schwingersaison 2017 hält drei Höhepunkte bereit.

Der 27. August ist für jeden guten Schwinger der wichtigste Fixpunkt im Jahresplan 2017. Das Unspunnenfest in Interlaken, die im Wechsel mit dem Kilchberger Schwinget nur alle sechs Jahre stattfindende Revanche zum Eidgenössischen, gehört zu den Anlässen mit dem grössten Prestige. Am letzten Sonntag im August will jeder topfit sein, sich auf seine ganze Stärke abstützen können.

Das Schwingen ist jedoch unterdessen so dynamisch und von so viel explosiver Kraft geprägt, dass jeder in jedem Wettkampf Gefahr läuft, sich zu verletzen. Nach 33 von 37 Kranzfesten dieser Saison gibt es eine lange Liste von Verletzten, die am Unspunnenfest nicht oder nur geschwächt dabei sein werden.

Innerschweizer im Pech

Während die Nordostschweizer nahezu ungeschoren davongekommen sind, stösst man bei den Innerschweizern und den Bernern auf überfüllte Lazarette. Den Innerschweizer Verband, der die Unspunnen-Sieger 1981 mit Leo Betschart und 2006 mit Martin Grab stellte, hat es besonders stark erwischt. Christian Schuler hatte seine Saison vor längerem für beendet erklärt. Jetzt hofft der Schwyzer, dass er dank einer speziellen Therapie noch vor dem Unspunnenfest wieder schwingen könnte. Der starke Youngster Joel Wicki wird das Highlight in Interlaken sehr wahrscheinlich auslassen müssen, während der ebenfalls Philipp Laimbacher in einem Wettlauf mit der Zeit steht. Ähnlich sieht es für die Kräfte der zweiten Garde wie den rekonvaleszenten Mike Müllestein und Bruno Nötzli aus. Dieser wird einige Monate ausfallen. Die Hoffnungen ruhen in erster Linie auf den Schultern von Marcel Mathis, Sven Schurtenberger und Andreas Ulrich. Keiner von ihnen scheint allerdings das Potenzial zu haben, um die dominierenden Berner ernsthaft herauszufordern.

Die Stärke der Berner zeigt sich auch daran, dass sie auch dann an einem Fest um das andere siegen und die Mehrzahl der Spitzenränge belegen können, wenn zahlreiche ihrer besten Leute, sogar zwei im Saft stehende Schwingerkönige, nicht mittun. Für Matthias Glarner ist die Saison nach dem Sturz von der Gondel vorbei. Matthias Sempach möchte seine Knieverletzung so rasch ausheilen lassen, dass er am Nordwestschweizer Fest am 13. August in Therwil BL, spätestens aber in Interlaken in möglichst guter Form antreten kann.

Der Ausfall der Könige

Auch für den hoffnungsvollen Remo Käser, den Sohn des 1989er-Schwingerkönigs Adrian Käser, geht es noch um die Teilnahme am Unspunnenfest, nachdem bei ihm am Sonntag auf dem Brünig eine ältere Fussverletzung aufgebrochen ist. Matthias Siegenthaler, ein Emmentaler mit dem Format eines Schwingerkönigs, lässt die Saison 2017 nach einer Knieoperation aus. Der Seeländer Florian Gnägi ist derzeit ebenfalls im Lazarett. Selbst wenn fünf ihrer besten Trümpfe nicht stechen können, haben die Berner immer noch erstklassige Leute in der Hinterhand. Das wurde gerade am Sonntag auf dem Brünig deutlich, als sie trotz der Konkurrenz der Innerschweizer und der Nordostschweizer Spitze die ersten fünf in der Rangliste stellten.

Christian Stucki ist mit fünf Festerfolgen - drei davon errang er mit je sechs Siegen - der klar Erfolgreichste der Saison. So unwiderstehlich wie in diesem Jahr war der populäre Seeländer Hüne nie. Schwingerkönig Kilian Wenger, zweifacher Saisonsieger, findet derweil allmählich zu alter Stärke zurück.

Schmale Besetzung im Nordosten

Die Nordostschweizer sind weitestgehend von Ausfällen verschont geblieben. Die jungen Armon Orlik und Samuel Giger bestätigen sich als Talente mit enormem Potenzial. Ein breiter Unterbau, wie ihn die Berner haben, fehlt jedoch. Selbst Eidgenossen wie Michael Bless oder der letzte Unspunnen-Sieger Daniel Bösch haben Mühe, auf dem besten Niveau mitzuhalten.

Im Nordwestschweizer Verband ist derweil die Ablösung der illustren Ü30-Troika im Gang. Bruno Gisler, Christoph Bieri und Mario Thürig machen mehr und mehr dem jungen Nick Alpiger oder dem noch jüngeren Janic Voggensperger Platz.

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SDA-ATS