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Bei einer Kundgebung gegen die Korruption in Spanien ist es in Valencia zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Nach einer Bilanz der Behörden wurden bei den Zwischenfällen vor dem Regionalparlament am Donnerstag 18 Menschen verletzt, darunter 8 Polizisten. Fünf Demonstranten wurden festgenommen.

Die Sicherheitskräfte wiesen den Vorwurf von Demonstranten zurück, grundlos die Teilnehmer eine friedliche Kundgebung angegriffen zu haben. Nach Darstellung der Polizei war der Schlagstockeinsatz der Beamten gegen eine Gruppe von Gewalttätern gerichtet gewesen.

Hunderte von Anhängern der spanischen Protestbewegung der "Empörten" hatten in der Hafenstadt im Osten des Landes aus Anlass der konstituierenden Sitzung des Regionalparlaments gegen "korrupte Politiker" demonstriert. Dem Parlament gehören mehrere Abgeordneten an, die in Korruptionsskandale verwickelt sind. Darunter ist auch der konservative Regierungschef Francisco Camps, der trotz der Korruptionsvorwürfe die Wahl am 22. Mai gewonnen hatte.

In der Nacht zum Donnerstag hatten sich in Madrid etwa 2000 Mitglieder der Protestbewegung "15-M" (benannt nach dem Beginn der Proteste am 15. Mai) vor dem spanischen Parlament zu einer Kundgebung versammelt. Bei der Demonstration kam es zu keinen Zwischenfällen.

Entschädigung gefordert

In Madrid hatten Anhänger der Bewegung vor knapp vier Wochen ein Zeltlager auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum der Hauptstadt errichtet. Die Inhaber von Läden und Gaststätten in der Umgebung verlangten vom Innenministerium eine Entschädigung in Höhe von 30 Millionen Euro. Diese Summe hätten sie wegen des Protestcamps verloren, betonten die Geschäftsleute. Sie hatten bisher vergeblich eine Räumung des Platzes verlangt.

Die Bewegung der "Indignados" (Empörten) hatte im Mai Zehntausende auf die Beine gebracht und weltweit für Aufsehen gesorgt. Die Proteste richten sich unter anderem gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, gegen die Macht der Banken und der grossen Parteien.

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SDA-ATS