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Ein verletzter Blauhai musste auf Mallorca eingeschläfert werden (Symbolbild)

KEYSTONE/AP NATIONAL MARINE FISHERIES SERVIC

(sda-ats)

Nach drei Hai-Sichtungen, die am Wochenende vor der Südwestküste von Mallorca Badegäste in Angst und Schrecken versetzten, hat die spanische Küstenwache ein Tier gefangen und eingeschläfert. Das Tier hatte eine schwere Verletzung wegen eines festsitzenden Angelhakens.

Der rund eineinhalb Meter lange Blauhai sei am Sonntag kurz nach der dritten Sichtung vor der Küste von Can Pastilla rund zehn Kilometer östlich der Hauptstadt Palma gefangen worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden.

Der Hai habe aufgrund einer Verletzung, die von einem am Mund festsitzenden Angelhaken verursacht worden sei, erlöst werden müssen, wurden Meeresbiologen des Palma Aquariums von der Zeitung "Diario de Mallorca" zitiert.

Eine Rettung des Tiers sei aufgrund der Schwere der Verletzungen nicht möglich gewesen, hiess es. Der Hai wurde vor zahlreichen Schaulustigen am Strand von Can Pastilla unweit des Flughafens und des "Ballermanns" eingeschläfert.

Die erste Sichtung hatte sich auf der Ferieninsel am Samstag vor dem Strand von Illetes rund zehn Kilometer südwestlich von Palma ereignet. Das Tier sei zur Mittagszeit nah an die Küste und viele Badegäste herangeschwommen, berichteten die "Mallorca Zeitung" und das "Mallorca Magazin".

Die Menschen hätten fluchtartig das Wasser verlassen. Das zuständige Rathaus von Calvià teilte mit, der Hai sei nach fünf Minuten wieder davon geschwommen.

Nur ein Hai?

Am Sonntag gab es dann vor dem Nachbar-Strand von Cala Major gegen 9.00 Uhr morgens einen weiteren "Auftritt". Rettungsschwimmer hätten diesmal den Hai schneller gesichtet und alle Badegäste rechtzeitig aus dem Wasser gerufen, hiess es.

Wie bereits am Samstag seien erneut Suchtrupps losgeschickt worden, das Tier sei aber wieder nicht gefunden worden. Gegen Mittag wurde der Strand von Cala Major wieder zum Baden freigegeben.

Am Sonntagnachmittag wurde vor Can Pastilla erneut ein Blauhai gesichtet. Diesmal konnte das Tier wenig später entdeckt werden. Es blieb unklar, ob es sich jeweils um das gleiche Tier gehandelt hatte.

Im Mittelmeer leben rund 50 Haiarten, Berichte über Angriffe sind äusserst selten. Der Blauhai etwa ist zwar für den Menschen potenziell gefährlich. Attacken auf Badegäste oder Taucher sind jedoch sehr selten, da es sich um eine Hochsee-Haiart handelt, die nur selten ihren normalen Lebensraum verlässt und in Küstennähe erscheint.

SDA-ATS