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Verletzter Staatschef in Jemen meldet sich mit Audio-Botschaft

Bei einem Granatenangriff auf den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Sanaa ist Staatschef Ali Abdallah Saleh verletzt worden. Ein ranghoher Vertreter der Regierungspartei Allgemeiner Volkskongress sagte, Saleh sei "leicht am Hinterkopf getroffen worden".

Das Staatsfernsehen dementierte Angaben des Fernsehsenders Suheil, Saleh sei bei dem Angriff getötet worden. Der Sender wird von dem gegen Saleh kämpfenden Haschid-Stamm kontrolliert. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dem Präsidenten gehe es gut. Am Abend meldete sich Saleh zudem mit einer Audio-Botschaft im Staatsfernsehen.

Der ranghohe Parteivertreter sagte, der für Verteidigung und Sicherheit zuständige Vizeministerpräsident, Rasched Mohammed Al-Alimi, sei schwer verletzt worden und habe auf dem Weg zum Spital das Bewusstsein verloren.

Ministerpräsident Ali Mohamed Mudschawar sei verletzt worden. Der Gouverneur von Sanaa, Nooman Duik, habe bei dem Angriff ein Bein und eine Hand verloren. Auch der Parlamentspräsident, mehrere Minister und weitere Politiker seien bei dem Angriff verletzt worden. Nach Spitalangaben kamen bei der Attacke zudem mindestens sechs Leibwächter ums Leben.

Saleh und die Politiker hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs zum Freitagsgebet in der Moschee des Präsidentenpalasts aufgehalten, die von zwei Granaten getroffen worden sei. Der Sprecher der Regierungspartei, Tarek Schami, machte Kämpfer des Haschid-Stamms für die Gewalt verantwortlich. Diese befänden sich nach dem Angriff "in einer schwierigen Lage", warnte er.

Heftige Gefechte in der Nacht

Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Mitgliedern des Haschid-Stammes hatten sich zuvor erneut verschärft. Nach heftigen Gefechten in der Nacht und einer kurzen Pause am Morgen seien sie mit voller Wucht neu entbrannt, sagten Augenzeugen.

Die Kämpfe weiteten sich vom Norden der Hauptstadt in den Süden aus. Dort beschossen Regierungstruppen die Residenz eines Bruders des einflussreichen Stammesführers Scheich Sadek al-Ahmar mit schweren Waffen und Raketen.

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