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Chur - Der vermisste Bewohner des am Samstag im glarnerischen Netstal explodierten Hauses hat sich selber in die Luft gesprengt. Die Polizei fand Teile seiner Leiche in den Trümmern. Sie geht davon aus, dass der 62-Jährige die Detonation selber verursachte.
Schon letzten Dienstag entdeckten die Einsatzkräfte in den Trümmern "nicht definierbares Gewebe". Dessen Analyse durch das Institut für Rechtsmedizin Zürich ergab einwandfrei, dass es sich um ein Leichenteil des Vermissten handelt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.
Ob der als Waffennarr berüchtigte Hausbewohner die Sprengung vorsätzlich oder aus Unvorsicht auslöste, kann zumindest heute nicht beurteilt werden. Die Polizei fand Hinweise, dass der Mann Sprengmittel besass und zum Zeitpunkt der Explosion betrunken gewesen sein soll. Unmittelbar zuvor hatte er einen verbalen Ehestreit.
Seine 60-jährige Frau befand sich während der Detonation ebenfalls im mehrstöckigen Gebäude. Wie durch ein Wunder kam sie mit ein paar Kratzern und einem heftigen Schock davon.
Während einer Durchsuchung des Hauses vor acht Monaten hatte die Glarner Kantonspolizei nicht weniger als 70 Waffen gefunden. Sprengstoff war damals aber nicht darunter. Zudem war der Mann bei einer Verkehrskontrolle mit einer bizarren Waffensammlung erwischt worden. Unter anderem soll er eine als Regenschirm getarnte Schusswaffe mitgeführt haben.
Die Räumung der Trümmer und die Spurensicherung dauern an. Wegen der massiven Zerstörung des Hauses sei die zu durchsuchende Bauschuttmenge enorm gross, hielt die Polizei fest.
Spezialisten des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes Zürich und des Institutes für Rechtsmedizin Zürich suchen zum Teil in Handarbeit nach nicht explodierten Sprengstoffen und weiteren Leichenteilen. Auch zwei Leichenhunde werden eingesetzt.
Weitere Detonation möglich
Da die Gefahr einer weiteren Detonation nicht ausgeschlossen werden kann, dürfen 14 evakuierte Nachbarn weiterhin nicht in ihre mehr oder weniger beschädigten Häuser zurückkehren. Ebenfalls kann die Belegschaft einer Firma nicht an ihre Arbeit. Die Polizei geht aber davon aus, dass der äussere Absperrring am Freitag aufgehoben werden kann.

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SDA-ATS