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Santiago de Chile/São Paulo - Die seit 19 Tagen in einem Bergwerk in Chile verschütteten Kumpel haben erfahren, dass sie vermutlich noch Monate auf ihre Rettung warten müssen.
Den Bergleuten sei mitgeteilt worden, dass eine Rettung vor dem Nationalfeiertag am 18. September nicht möglich sei, "wir aber hoffen, "Weihnachten mit ihnen zusammen zu sein", sagte Gesundheitsminister Jaime Manalich vor Journalisten.
Er erwarte, dass die nach dem ersten Kontakt am Sonntag unter den Verschütteten entstandene Euphorie nun zunächst in "Depressionen, Angst und Niedergeschlagenheit" umschlage.
Die 33 Bergleute sitzen seit dem 5. August in knapp 700 Metern Tiefe fest. Damals stürzte die kleine Gold- und Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste, etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, ein.
Am Sonntag wurde der erste Kontakt hergestellt, am Tag darauf wurden die Kumpel über ein acht Zentimeter dünnes Rohr erstmals mit Vorräten versorgt. Dass die für ihre Rettung notwendige Bohrung eines neuen Schachts voraussichtlich drei bis vier Monate dauern wird, wussten die Verschütteten bislang nicht.
Unter den seit drei Wochen in Chile verschütteten Minenarbeitern befindet sich auch der chilenische Ex-Fussball-Profi Franklin Lobos. Der heute 53-Jährige spielte in seiner aktiven Zeit für chilenische Erstliga-Clubs und auch für die Nationalmannschaft ("La Roja").
Nationalcoach Marcelo Bielsa schickte Lobos, der mit 32 weiteren Leidensgefährten in rund 700 Meter Tiefe in der San-José-Mine festsitzt, am Mittwoch ein von den Nationalspielern signiertes Trikot. Zuvor hatte Lobos von Chiles früherem Mannschaftskapitän, Iván Zamorano, Grüsse und Glückwünsche erhalten.

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SDA-ATS