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Bern - Im vergangenen April ist ein Mann zum Oberst befördert worden, der 1987 vor dem Haus seiner Ex-Freundin eine Bombe gezündet und 1994 von einem Gericht dafür verurteilt worden war. Der Mann habe seine Strafe verbüsst, sagte das Verteidigungsdepartement dazu.
Publik machte die Geschichte am Mittwoch der "Blick". Nach der Darstellung der Zeitung handelt es sich um einen 55-jährigen Berner Berufsoffizier. Im Oktober 1987 hatte sich der Sprengstoffspezialist mit einem Bombenanschlag an seiner Ex-Freundin rächen wollen.
In einem Thuner Munitionsdepot stahl er Sprengstoff und zündete diesen vor dem Wohnblock in Bern, wo die Frau lebte. Es entstand ein Schaden von 5600 Franken. Die Polizei ermittelte ihn später als Bombenleger. Im Sommer 1994 musste er vor Gericht und wurde zu zehn Monaten Gefängnis bedingt verurteilt.
Nach der Verurteilung verliess er die Armee, vor etwa acht Jahren kehrte er zu dieser zurück. Am 1. April 2010 wurde er zum Oberst befördert.
VBS: Militär ist Spiegel der GesellschaftWarum befördert die Armee einen verurteilten Bombenleger bis zum Oberst? Christian Burri, stellvertretender Informationschef Verteidigung, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, grundsätzlich gelte auch für strafrechtlich verurteilte Schweizer nach verbüsster Strafe die Militärdienstpflicht.
Bei einwandfreier Lebensführung könne jemand auf Gesuch hin frühestens vier Jahre nach der Strafverbüssung wieder zur Militärdienstleistung zugelassen werden. "So handelt der Rechtsstaat nicht willkürlich, sondern nach objektiven Kriterien", sagte Burri. "Das Militär ist ein Spiegel der Gesellschaft."
Die Geschichte erinnert an den Fall Roland Nef. Der frühere Armeechef wurde ebenso von der Vergangenheit eingeholt. In beiden Fällen spielte ein Beziehungskonflikt eine zentrale Rolle. Beide rächten sich auf üble Weise an ihren Ex-Freundinnen.
Roland Nef trat im Sommer 2008 als Armeechef zurück, nachdem bekannt wurde, dass bei seinem Amtsantritt ein Verfahren wegen sexueller Nötigung gegen ihn lief.

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SDA-ATS