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Im Tierpark Goldau ist Balzzeit. Jeweils bei Tagesanbruch beginnt der Kranichmann mit weithin hörbarem Trompeten, um seine Angebetete zu werben. Das hat nun auch einen alleinstehenden Hawai-Gänserich animiert, mit seinen Rufen das Kranichweibchen zu beeindrucken.

Die Balzrufe des Kranichs seien Kilometer weit zu hören, schreibt der Natur- und Tierpark in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Abwechselnd mit den Rufen vollführt er zudem einen wilden Tanz. Das Ritual hat nun auch einen Hawai-Gänserich angelockt.

Seit Tagen stimme er in die Balzrufe ein, heisst es in der Mitteilung. Er erreicht aber bei weitem nicht die Dezibelzahl des Kranichs. Zudem ist er nicht einmal halb so gross wie der Kranichmann. Diesen Mangel versucht er zu kompensieren, indem er auf einen Felsen klettert. Dem Tanz des Kranichs setzt er sein Flügelschlagen entgegen.

Andere Gänse verschmäht

Dass der Gänserich - oder Ganter - bei den Kranichen Anschluss sucht, hängt mit seinem unfreiwilligen Single-Dasein zusammen. Er lebte nämlich im Tierpark während Jahren mit seiner Partnerin zusammen. Vor zwei Jahren starb sie. Statt bei andern Gänsen Anschluss zu suchen, verguckte er sich in das Kranichweibchen.

Erstaunlicherweise, so der Tierpark, scheine der artfremde Mitbewerber die Kraniche nicht zu stören. Sie verjagen ihn nicht, lassen ihn sogar an ihrer Futterstelle fressen. Der Kranich kann sich seine Grosszügigkeit leisten, der kleinwüchsige Konkurrent hat ohnehin keine Chance.

Ein seltenes Schauspiel in der Tierwelt sei dieses Trio, urteilt der Tierpark. Zwar könne man auch in der freien Natur beobachten, dass sich verwitwete Ganter anderen Wasservögeln anschliessen. Aber dass sie sich mit einer so unterschiedlichen Tierart wie dem Kranich vergesellschaften, sei eine grosse Ausnahme.

SDA-ATS