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Freiburg - Beim Nordzubringer zur NEAT dürfte es zu weiteren Verzögerungen kommen. Ein Teilprojekt zum Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel wurde gestoppt. Die lokalen Behörden verlangen von der Deutschen Bahn AG Nachbesserungen.
Die vor knapp vier Jahren eingereichten Pläne des Unternehmens für die Strecke im badischen Offenburg seien nicht genehmigungsfähig, sagte Südbadens Regierungspräsident Julian Würtenberger am Dienstag in Freiburg.
Sie seien unvollständig und wiesen zahlreiche inhaltliche Fehler auf. Zudem würden die Interessen der Anwohner zu wenig berücksichtigt. Das Planverfahren werde daher gestoppt.
Der Ausbau der Rheintalbahn ist neben Stuttgart 21 das grösste Bahnprojekt im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Die Bahn möchte zwei zusätzlich geplante Gleise durch Offenburg führen. Politik und Bürger fordern einen Tunnel. Dieser werde nun wahrscheinlich, sagte Würtenberger.
Die Strecke Basel-Karlsruhe ist der wichtigste Zubringer aus dem Norden für die NEAT und insbesondere für den neuen Gotthard-Tunnel, der voraussichtlich 2016 - ein Jahr früher als geplant - in Betrieb gehen soll.
Der Ausbau der Rheintalbahn war 1996 mit Deutschland per Staatsvertrag vereinbart worden. Mit der Niederlage der Deutschen Bahn könnte es beim Nordzubringer zur NEAT zu Verspätungen kommen. Dies dürfte die angestrebte Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Bahn behindern.

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SDA-ATS