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Der Verwaltungsrat der Luxushotelgruppe Victoria-Jungfrau Collection hat das Kaufangebot der Beteiligungsgesellschaft Aevis abgelehnt. Der von der Besitzerin der Privatspitalgruppe Genolier gebotene Preis sei zu tief, teilte der Verwaltungsrat am Freitag mit.

250 Fr. pro Namenaktie entspreche nicht dem Wert des Unternehmens mit vier Fünfsternehotels. Das Aufsichtsgremium empfiehlt den Aktionären deshalb, nicht auf die Offerte von Aevis einzugehen. Die Empfehlung hätten die sieben Verwaltungsratsmitglieder einstimmig beschlossen, hiess es.

Auf den ersten Blick erscheine das Angebot zwar attraktiv, biete es doch eine Prämie von 37 Prozent auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Victoria-Jungfrau-Aktien der letzten 60 Tage.

Auch liege es 30 Fr. über dem von Ernst & Young als Prüfstelle ermittelten Mindestpreis. Die Prüfstelle hatte diesen Preis im Auftrag von Aevis errechnen müssen, weil die Victoria-Jungfrau-Papiere gemäss Gesetz als nicht liquid gelten.

Der erste Blick täusche aber, hält der Verwaltungsrat in seinen Erwägungen fest. Die Corporate Finance Group habe als unabhängiger Dritter im Auftrag des Verwaltungsrats einen fairen Wert der Aktie von 300 bis 325 Fr. errechnet. Allein aus der Substanzwertbetrachtung für eine Jungfrau-Victoria-Aktie resultiere ein Preis von 244 Franken.

SDA-ATS