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Die Taxameter von Schweizer Taxis zeigen gemäss einer Kontrolle des Bundes generell etwas zu hohe Distanzen an. (Symbolbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Mehr als ein Viertel der in Taxis eingebauten Taxameter zeigen zu lange Distanzen an. Besonders fehleranfällig sind offenbar Zürcher Taxis. Das für Kontrollen zuständige Institut setzt aber weiter auf die Selbstverantwortung der Branche.

Taxameter errechnen anhand von Fahrdistanz und -zeit den Fahrpreis. Zwei Drittel der Geräte tun dies korrekt, wie eine Erhebung des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (Metas) in acht Städten ergab.

Bei 26 Prozent von 165 getesteten Taxis lag die Abweichung aber über der gesetzlichen Fehlertoleranz von 2 Prozent. 7 Prozent der Taxameter massen eine Überschreitung nach unten von mehr als minus 2 Prozent.

Besser sieht das Resultat aus, wenn die Ergebnisse aus der Stadt Zürich ausgeklammert werden. Bis auf zwei zeigten dort sämtliche kontrollierten Taxameter eine zu lange Strecke an. 64 Prozent überstiegen gar die gesetzliche Toleranz. In den restlichen Städten liegt die entsprechende Quote bei 14 Prozent.

Keine systematische Schummelei

Unter dem Strich bezahlen wegen der Ungenauigkeiten einige Taxikunden zu viel für die Fahrt und einige zu wenig, wie Jürg Niederhauser, Leiter Stab beim Metas, auf Anfrage von Keystone-SDA erklärte. In der Regel mache der Unterschied aber bloss einige Rappen aus.

Das Metas erachtet die Situation zwar als "nicht optimal". Seiner Ansicht nach können die gesetzlichen Grenzwerte aber erreicht werden, wenn Taxiunternehmen und -chauffeure die Taxameter wie vorgeschrieben regelmässig kontrollieren. Heute würden diese Selbstkontrollen nicht genügend durchgeführt.

Systematische Manipulationen der Taxameter durch Taxifahrer hält das Metas auch im Fall von Zürich für unwahrscheinlich. Die Ursache der Auffälligkeiten vermutet das Amt bei der Einbaustelle.

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