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Die Affäre um die Offshore-Leaks-Daten zieht weitere Kreise. In den von der "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" publizierten Dokumenten finden sich nebst den Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS auch Namen von Schweizer Kantonalbanken.

In der umfangreichen Datensammlung von Offshore-Leaks tauchen die Namen der Luzerner Kantonalbank, der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sowie der St. Galler Kantonalbank in Dokumenten und E-Mails auf. Auch die Graubündner Kantonalbank wird in E-Mails erwähnt.

Die Unterlagen zeigen, wie Geld von einer Offshore-Gesellschaft auf ein Konto bei der Luzerner Kantonalbank geflossen ist. Zudem ist eine Überweisung aus einer Offshore-Firma auf ein Konto bei der ZKB dokumentiert.

Weiter geht aus den Unterlagen hervor, dass ein ZKB-Mitarbeiter wohl mit aggressiven Mitteln versucht hat, reiche Offshore-Kunden zu gewinnen. Erwähnt wird auch die St. Galler Kantonalbank. Die Singapurer Portcullis Trustnet, die vom Datenleck betroffen ist, bewirbt die Tochterfirma Hyposwiss als ideale Geschäftspartnerin.

Banken reagieren zurückhaltend

ZKB-Sprecher Urs Ackermann sagte am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass das Errichten von Briefkastenfirmen in Steueroasen grundsätzlich nicht illegal sei. Zudem seien die besagten Dokumente schwer einzuordnen.

Es gebe in den Dokumenten viele Namen, bei denen nicht eruiert werden konnte, in welchem Verhältnis sie zur ZKB stünden. "Fakt ist aber, dass wir nie eine Partnerin zur Konstruktion von Offshore-Firmen waren", sagte Ackermann. Dazu fehle es der Bank schlicht an Know-how.

Die St. Galler Kantonalbank bläst ins selbe Horn. Ihre Tochter Hyposwiss habe "zu keiner Zeit Hand geboten hat, um die nun breit diskutierten Offshore-Vehikel zu gründen oder zur Verfügung zu stellen", sagte ein Sprecher auf Anfrage der sda. Er bestätigte damit Informationen der "SonntagsZeitung".

Die Graubündner und die Luzerner Kantonalbank waren am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Auswertung am Anfang

Die Steueroasen-Affäre hatte am vergangenen Donnerstag ihren Anfang genommen, als die "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" gemeinsam mit einem weltweiten Journalistennetzwerk erste Ergebnisse ihrer Recherche publik machten. Dabei wurde bekannt, dass Offshore-Finanzplätze im Pazifik und in der Karibik und deren Trusts auch dazu missbraucht werden, der Schweiz zustehende Steuern legal zu umgehen oder gar zu hinterziehen.

Laut "SonntagsZeitung" steht die Auswertung der 2,5 Millionen Dokumente erst am Anfang. Weitere Ergebnisse würden folgen. Ziel sei es nicht, schnell viele Namen zu nennen, sondern jene Fallbeispiele zu dokumentieren, die von öffentlichem Interesse sind.

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SDA-ATS