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Am Sonntag wurde die Gallusstatue im Tal der Heiligen in der Bretagne eingeweiht: Der Heilige steht unter einem mächtigen Felsen und schaut dem Bären unerschrocken ins Auge.

Stiftsbibliothek St. Gallen

(sda-ats)

Gallus ist auch ein bretonischer Heiliger: Am Sonntag ist der Gründer des Klosters St. Gallen in die imposante Schar der Heiligen im Vallée des Saints eingezogen. Die vier Meter hohe Statue erinnert an das Wirken des Mönchs in der Bretagne.

Seit 2009 entstehen im Vallée des Saints (Tal der Heiligen) bei Carnoët monumentale Heiligenskulpturen aus Granit, jedes Jahr etwa zehn, wie die Stiftsbibliothek St. Gallen am Montag mitteilte. Inzwischen stehen hundert Heilige beim kleinen bretonischen Dorf, das immer mehr zum Touristenmagnet wird.

Bildhauer aus der Gegend erledigten die Arbeit und pflegten damit ein Handwerk, das eine lange Tradition hat. Bruno Guyader schuf zusammen mit seinem Assistenten Jean-Philippe Drévillon eine ausdrucksstarke Gallusskulptur. Der Heilige steht unter einem mächtigen Felsen und schaut dem Bären unerschrocken ins Auge.

Gallus am Wasserfall der Steinach

In seiner Linken trägt Gallus das Brot, über die Schulter hält er eine wuchtige Cambutta, den irischen Abtstab, den er von Kolumban bekommen hat. Aufgewühltes Wasser mit Fischen und Dämonen verweist auf die Gegend am Wasserfall der Steinach, wie sie in der Geschichte des heiligen Gallus beschrieben ist.

Gemäss der aus dem 7. Jahrhundert überlieferten Lebensgeschichte des Wandermönchs Kolumban gelangten er und sein Gefährte Gallus zweimal in die Bretagne. Das erste Mal nach der Überfahrt von Irland auf das Festland, und das zweite Mal, als sie wieder in ihre Heimat zurückgeschickt wurden. Weil ein Sturm aufbrach, entschlossen sie sich, auf dem Kontinent zu bleiben.

Drei Galluskirchen

In der Bretagne gibt es drei Kirchen, die ihre Geschichte auf das Wirken des heiligen Gallus zurückführen. In Langast soll er eine Einsiedelei gegründet und ein erstes Bethaus errichtet haben, im benachbarten Le Montrei sogar ein kleines Kloster.

Weil sich die Bretonen eine Gallusskulptur wünschten, wandten sie sich über einen Mittelsmann an die Stiftsbibliothek St. Gallen, der es mit Hilfe des Stiftsarchivs gelang, einen Mäzen für die Statue zu finden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Hermann Hungerbühler, pensionierter Pfarrer in Gossau, erklärte sich bereit, die Kosten zu übernehmen, als Dank für ein glückliches Leben, wie er sagt. Aus gesundheitlichen Gründen musste er sich bei der Einweihung am 29. Juli in Carnoët von Stiftsbibliothekar Cornel Dora und dem Stellvertretenden Stiftsarchivar Jakob Kuratli Hüeblin vertreten lassen.

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