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Ski alpin - Erik Guay gewinnt die Abfahrt in Val Gardena und feiert seinen vierten Weltcup-Vollerfolg. Der Kanadier siegt vor dem Norweger Kjetil Jansrud und dem Franzosen Johan Clarey.
Mit Guay, der in den Tagen zuvor schon in den Trainings überzeugt hatte, und Jansrud drückten zwei Fahrer dem Rennen den Stempel auf, die sich nach Operationen wieder herangekämpft hatten. Guay musste sich im Juli einem Eingriff am linken Knie unterziehen, nachdem sich im Training in Zermatt Schmerzen am Meniskus akzentuiert hatten. Die Vorbereitung auf Schnee hatte der Abfahrts-Weltmeister 2011 erst am 1. November wieder aufnehmen können.
Der zweifache Familienvater feierte seinen vierten Weltcup-Sieg. Auf seinen zweiten Vollerfolg in der Abfahrt musste er fast sieben Jahre warten; den bislang einzigen hatte er im Februar 2007 in Garmisch-Partenkirchen errungen. Über Guays Triumph freut sich auch ein Schweizer. Der einstige Schweizer Männer-Chef Martin Rufener hat in Kanadas Verband zwar die Stelle des Alpin-Direktors angetreten, fungiert in diesem Winter allerdings interimsmässig als Cheftrainer im Männer-Team.
Noch schlimmer als Guay hatte es Jansrud erwischt. Im Februar an der WM in Schladming hatte er sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Dass seine Form zehn Monate nach dem Malheur bereits wieder stimmt, hatte der Norweger am Freitag im Super-G bewiesen, in dem er als Vierter das Podium um lediglich elf Hundertstel verpasste. Seinen zweiten Weltcup-Sieg nach jenem im Super-G im März 2012 wenige Kilometer von seinem Zuhause entfernt in Kvitfjell verpasste Jansrud um nur zwölf Hundertstel.
Johan Clarey darf seinen dritten Platz als Entschädigung sehen. Vor zwei Jahren hatte in der Abfahrt in Val Gardena das Klassement angeführt, als das Rennen wegen starkem Wind nach 21 Fahrern hatte abgebrochen werden müssen. Val Gardena hatte dem Schützling des Walliser Trainers aber auch schon einmal Glück gebracht. Vor vier Jahren war er in der Abfahrt Dritter geworden. Es war seine bisher einzige Klassierung unter den ersten drei gewesen.
Der mit Abstand bestklassierte Schweizer war Patrick Küng. Der Glarner, vor zwei Wochen Gewinner des Super-G in Beaver Creek (USA), wurde Sechster. Lange Zeit hatte sich für den gegenwärtigen Schweizer Teamleader ein noch besseres Ergebnis abgezeichnet. Bei der Zwischenzeit bei rund der Hälfte der Strecke hatte er noch einen Vorsprung von sechs Zehntelsekunden aufgewiesen. Küng verhinderte eine derbe Schlappe für die zuletzt aufstrebenden Fahrer von Swiss-Ski. Die Schweizer Ränge: 21. Carlo Janka. 24. Silvan Zurbriggen. 27. Didier Défago. 29. Beat Feuz. 47. Sandro Viletta. Marc Berthod schied aus.
Zu den Geschlagenen gehörten auch die Österreicher. Im Klassement figuriert kein Fahrer des ÖSV unter den ersten zehn (11. Max Franz). Ein ernüchterndes Abschneiden auch für die Verantwortlichen, die den ersten Saisonsieg in einem Speed-Rennen als Ziel herausgegeben hatten.

SDA-ATS