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Wenn mitfühlende Menschen auf einen einsamen Jungvogel stossen, wollen sie diesem helfen und werden aktiv. Das sei gut gemeint, aber meistens unnötig, meint die Schweizerische Vogelwarte und rät: "Hände weg von Jungvögeln!"

In der Vogelpflegestation der Vogelwarte in Sempach LU herrscht momentan Hochbetrieb. Täglich werden viele scheinbar verwaiste Jungvögel eingeliefert. Diese gut gemeinte Hilfe sei in den meisten Fällen nicht nötig, schreibt die Vogelwarte. Sie führe im Gegenteil oft zur Trennung gesunder Jungvögel von ihren Eltern.

Ein Jungvogel sei meistens nur scheinbar verlassen und hilflos, heisst es in der Medienmitteilung vom Dienstag. Auch nach dem Verlassen des Nestes werde er von den Eltern gefüttert und betreut. Daher sollte man den Vogel dort lassen, wo er ist.

Helfen nur bei unmittelbarer Gefahr

Einschreiten empfiehlt die Vogelwarte nur, wenn ein Vogel sich in unmittelbarer Gefahr befindet. Sitzt beispielsweise eine Amsel auf der Strasse, so kann man sie aufheben und ins Gebüsch tragen. Danach werden die Altvögel sie weiter füttern.

Ist ein Jungvogel verletzt oder wird er von den Eltern während einer Stunde nicht mehr gefüttert, so kann man ihn in die nächstgelegene Pflegestation bringen. Die Schweizerische Vogelwarte vermittelt die entsprechenden Adressen.

Den in die Vogelwarte eingelieferten Jungen geht es zwar gut. "Wir können ihnen aber nicht alles beibringen, was sie von ihren Eltern lernen würden", sagt Vreni Mattmann, Tierpflegerin bei der Vogelwarte. Dies könne sich später negativ auf ihre Überlebenschancen auswirken.

SDA-ATS