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Der Volksaufstand in Ägypten nährt Befürchtungen um die Sicherheit des Suezkanals. Weil täglich enorme Mengen ÖL diese wichtige Wasserstrassen passieren, haben nervöse Anleger den Preis des Rohstoffs am Montag über die Marke von 100 Dollar pro Barrel getrieben.

Am US-Markt verteuerte sich ein Fass der Sorte ICE Brent um 1,59 Dollar auf 101,01 Dollar - der höchste Schlussstand seit dem 26. September 2008.

Ägypten fördert selbst nur bescheidene Mengen an Öl. Neben dem Suezkanal verläuft aber auch die Sumed-Pipeline über ägyptisches Gebiet, durch die Öl vom Golf von Suez ans Mittelmeer gepumpt wird.

Etwa 1,2 Mio. Barrel Rohöl und 400'000 Barrel Raffinerieprodukte passieren täglich den 190 Kilometer langen Kanal. Etwa 1,1 Mio. Barrel Rohöl gehen durch die Pipeline. Zusammen sind das 4,5 Prozent der Weltproduktion. Der EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, sieht die Ölversorgung Europas dennoch nicht unmittelbar gefährdet.

Sawiris' Aktie fällt

Die Unruhen am Nil wirkten sich auch auf die Schweizer Börse aus. Die Aktie des Reisekonzerns und traditionellen Ägyptenspezialisten Kuoni verlor 4,8 Prozent und landete bei Börsenschluss bei 432,25 Franken. Aus Sicht von Tourismus-Experten dürfte nach den Unruhen in Tunesien und der aktuellen Krise in Ägypten das Reisegeschäft in Nordafrika erheblich leiden.

Die Aktie der ägyptisch-schweizerischen Orascom Development Holding der Unternehmerfamilie Sawiris ist seit Tagen unter Druck. Die Familie macht mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes im von Unruhen geschüttelten Land. Der Titel der Tourismusimmobiliengesellschaft schloss am Montag zwar mit einem Minus von lediglich 0,9 Prozent, allerdings hatte der Titel am Freitag bereits 6,8 Prozent seines Wertes verloren.

Auch Franken betroffen

Geschäftsbeziehungen zu Ägypten unterhält auch der Zementkonzern Holcim. Die Aktie stand am Abend bei 66,1 Franken 0,8 Prozent tiefer als am Freitagabend.

Anleger reagierten weltweit auf die Massenproteste, weil der ungewisse Ausgang der Ägypten-Krise die Stabilität des gesamten Nahen Ostens gefährdet. Auch der erneute Anstieg des Schweizer Frankens ist in den Augen der Marktbeobachter ein Zeichen für ein höheres Sicherheitsbedürfnis der Investoren.

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SDA-ATS