Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Volkswagen, der grösste europäische Autobauer, ist der Konkurrenz im ersten Quartal davongefahren. Die italienische Fiat wurde von US-Tochter Chrysler aus dem Graben gezogen. Südkoreas Hyundai legte einen Gewinnsprung hin - dank Europa und den USA.

Volkswagen erwirtschaftete trotz höherer Investitionen und der Absatzkrise in Südeuropa einen um 10 Prozent höheren Betriebsgewinn von 3,2 Mrd. Euro. Den Umsatz steigerte Volkswagen binnen Jahresfrist um mehr als ein Viertel auf 47,3 Mrd. Euro, wie der Wolfsburger Konzern am Donnerstag mitteilte.

VW hatte im ersten Quartal weltweit erstmals mehr als zwei Millionen Fahrzeuge verkauft, elf Prozent mehr als vor Jahresfrist. Zweistellig wuchsen China, die USA und Osteuropa.

In Westeuropa (ohne Deutschland), wo sich viele Menschen wegen der Schuldenkrise keine Neuwagen leisten können, waren die Auslieferungen jedoch gesunken.

Im Gegensatz zur Konkurrenz anderer europäischer Autobauer war der Rückgang aber nur gering. VW gewährte saftige Rabatte. Als Goldesel erwiesen sich die Luxustöchter Porsche, Audi und Bentley sowie der übernommene Lastwagenbauer MAN. Der globale Marktanteil von VW stieg von 11,9 auf 12,2 Prozent.

Für das Gesamtjahr behielt die Konzernleitung jedoch die vorsichtige Prognose bei, wonach Absatz und Umsatz zwar zulegen, der Betriebsgewinn aber auf der Stelle treten wird.

Chrysler zieht Fiat aus dem Graben

Der italienische Autobauer konnte einen Einbruch in Europa mit boomenden Geschäften in den USA mehr als wettmachen. Die Fiat-Bilanz zeigte dabei ein völlig gespaltenes Bild: Der Gesamtumsatz erreichte im ersten Quartal 20,2 Mrd. Euro, wobei Fiat allein lediglich 8,7 Mrd. ausmachte.

Das entspricht einem Rückgang von 5,7 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresquartal. In Europa verzeichnete der Konzern einen 13-prozentigen Rückgang bei den Umsätzen aus dem Auto-Geschäft. Fiat verweist neben dem schwachen Automarkt in Europa auch auf die Folgen von Streiks der Autotransporteure.

Ohne Chrysler hätte Fiat einen Verlust von etwa 273 Mio. Euro eingefahren. Einschliesslich Chrysler wies die Bilanz einen Nettogewinn von 379 Mio. Euro aus.

SDA-ATS