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Die Absatzmisere in Europa setzt Volkswagen immer stärker zu: Der Betriebsgewinn der Kernmarke VW halbierte sich von Januar bis März fast auf 590 Millionen Euro, wie der deutsche Autobauer aus Wolfsburg am Montag mitteilte.

Die Auslieferungen der Marke VW waren im März erstmals seit mehr als drei Jahren geschrumpft, weil die Absätze neben Westeuropa auch in einstigen Wachstumsmärkten wie Südamerika sanken.

Konzernchef Martin Winterkorn zeigte sich besorgt angesichts des immer schärferen Gegenwinds: Die nächsten Monate würden "alles andere als leicht". Ähnlich hatte er sich vergangene Woche bereits auf der Hauptversammlung geäussert. Das aktuelle Umfeld sei ein echter Belastungstest für die Branche.

Töchter Skoda und Seat mit Einbussen

Neben der Kernmarke büsste im ersten Quartal auch die tschechische Tochter Skoda beim Betriebsergebnis deutlich ein. Als Grund gab Volkswagen höhere Kosten für die Einführung neuer Modelle an. Die spanische Schwester Seat rutschte wegen der Krise in Europa tiefer in die Verluste.

Bei der Oberklassemarke Audi hielt sich der Gewinnrückgang in Grenzen, die Ingolstädter Tochter blieb mit 1,3 (Vorjahr: 1,4) Milliarden Euro grösste Ertragsstütze des Wolfsburger Zwölf-Marken-Konzerns. Porsche steuerte 573 Millionen Euro Betriebsgewinn bei.

China-Ceschäft läuft gut

Das boomende China-Geschäft, das Volkswagen im Finanzergebnis verbucht, legte beim Betriebsgewinn deutlich zu. Aus dem Reich der Mitte flossen VW im ersten Quartal fast 1,2 Milliarden Euro zu - ein Drittel mehr als vor Jahresfrist.

Trotzdem sank der Vorsteuergewinn im Konzern deutlich auf 2,7 Milliarden Euro, weil Sondereffekte im Zusammenhang mit der vollständigen Übernahme des Porsche-Sportwagengeschäfts in diesem Jahr keine Rolle mehr spielen. Im vergangenen Jahr hatten diese Sondereffekte den Gewinn noch aufgebläht.

Zahlen für Gesamtkonzern seit letzter Woche bekannt

Volkswagen hatte bereits vergangene Woche über den Betriebsgewinn für den Konzern insgesamt orientiert. Dieser brach im ersten Quartal um mehr als ein Viertel auf 2,3 Milliarden Euro ein. Dennoch hält der Vorstand an seiner Prognose fest, im laufenden Jahr mehr Autos zu verkaufen und den Umsatz zu steigern. Beim operativen Gewinn erwartet Volkswagen aber ein weiteres Jahr der Stagnation.

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SDA-ATS