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Vor allem in der Deutschschweiz kommt weniger häufig Wein auf den Tisch. (Archivbild)

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

In der Schweiz wird immer weniger häufig Wein getrunken. Ein besonders starker Rückgang beim regelmässigen Weinkonsum zeigt sich in der Deutschschweiz. Das geht aus einer Studie zum Schweizer Weinmarkt 2017 hervor.

Generell lässt sich sagen: Die Westschweizer und Tessiner trinken immer noch mehr Wein als die Deutschschweizer, hält Swiss Wine Promotion in ihrem am Dienstag in Lausanne veröffentlichten Bericht fest. In der gesamten Schweiz geht der Weinkonsum jedoch seit Jahren zurück.

Auch der Anteil der Wein trinkenden Bevölkerung geht erstmals seit 1999 leicht zurück. Das ist vor allem auf die Deutschschweiz und das Tessin zurückzuführen, während in der Romandie keine Veränderung zu erkennen ist.

Seit 1999 hat Swiss Wine Promotion die Konsumenten bereits zum fünften Mal befragt. Im Vergleich zur letzten Studie 2013 zeigen sich grosse Veränderungen bezüglich des regelmässigen Weinkonsums.

Gaben vor vier Jahren noch 39 Prozent der Deutschschweizer an, mindestens ein Mal pro Woche Wein zu trinken, sind es 2017 noch 27 Prozent. In der Romandie (39 %) und im Tessin (36 %) blieben die Anteile stabil.

Für die Studie befragte das Institut M.I.S. Trend rund 3000 Personen. Sie soll als Datenbasis für die Weinvermarktung bis 2021 dienen. Der Direktor von Swiss Wine Promotion, Jean-Marc Amez-Droz, sah "mehrere Ideen" für eine Verbesserung des Deutschschweizer Marktes, der rund zwei Drittel des Gesamtmarktes ausmacht.

"Phänomenale Fortschritte"

Man müsse den Weintourismus fördern und mehr auf Events wie die offenen Weinkellereien setzen, sagte Amez-Droz. Er setzte zugleich Hoffnungen in die "Aufbruchstimmung" bei den Deutschschweizer Weinen. Dort habe es "phänomenale Fortschritte" gegeben, welche das Image aller Schweizer Weine aufwerten könne.

Ein Grund für den Rückgang des Weinkonsums dürfte auch die Konkurrenz durch Bier sein. So liegt bei den 18- bis 29-Jährigen Bier mit Wein gleichauf. Bei den älteren Personen bleibt Wein klar an der Spitze, aber auch dort verringert sich die Distanz zum Bier.

Einen positiven Punkt sieht der Verband allerdings beim Bekanntheitsgrad des Schweizer Weins, der sich heute auf dem gleichen Niveau befindet wie Frankreich und Italien und noch vor Spanien liegt.

Besseres Image

Bei der ersten Studie 1999 gaben nur gerade 54 Prozent der Befragten die Schweiz als spontane Antwort auf die Frage: "Welche Länder kennen Sie, die Wein produzieren?" Heute sind es 86 Prozent der Befragten.

Auch das Image des Schweizer Weins hat sich zunehmend gebessert. Allerdings zeigt sich das noch nicht bei den Konsumgewohnheiten. Weiterhin trinken 46 Prozent der Konsumenten vor allem ausländischen Wein, während 35 Prozent jenen aus der Schweiz bevorzugen.

Swiss Wine Promotion betonte auch die wichtige Rolle des Weins in der Gesellschaft, trotz weniger Konsumenten und weniger häufigem Konsum. Für acht von zehn Personen darf Wein bei einem Essen unter Freunden nicht fehlen. "Wenn man in der Schweiz Gäste einlädt, kommt eine Weinflasche auf den Tisch", freute sich Jean-Marc Amez-Droz.

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SDA-ATS