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Volkswagen hat in den USA im Oktober mehr Autos verkauft als im Vorjahr - trotz des jüngsten Skandals um manipulierte Abgaswerte. Regelrecht in die Höhe schossen die Verkäufe bei der VW-Tochter Audi.

Die Verkäufe der Kernmarke des Konzerns wuchsen im Jahresvergleich um 0,2 Prozent auf 30'387 Autos, wie VW am Dienstag mitteilte. In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres lagen die Verkäufe mit 301'187 Autos um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Dennoch macht sich der Abgas-Skandal im ersten vollen Verkaufsmonat nach dessen Bekanntwerden bemerkbar. So brachen die Verkäufe beim Jetta, dem wichtigsten VW-Modell in den USA, im Oktober um mehr als ein Drittel ein. Beim Passat und beim Tiguan kletterten die Absatzzahlen dagegen nach oben.

Rekordabsatz bei Audi

Weitaus besser lief es der VW-Tochter Audi. Im Oktober kletterte der Absatz um 16,8 Prozent auf 17'700 Fahrzeuge. Noch nie habe Audi in einem Oktober so viele Wagen in den USA verkauft. Besonders gefragt seien SUVs wie der Q3, Q5 und Q7 gewesen.

Seit Jahresbeginn rollten gut 165'000 Fahrzeuge zu den Kunden, ein Plus von 13 Prozent. In ihrer Mitteilung verlor die VW-Tochter kein Wort zum Dieselskandal. Audi bleibe optimistisch, das "historische Jahr 2015" erfolgreich abzuschliessen.

Volkswagen hatte Mitte September zugegeben, die Abgaswerte bei insgesamt elf Millionen Autos weltweit manipuliert zu haben. Am Montag erhob die US-Umweltbehörde EPA neue Vorwürfe gegen den Konzern. Volkswagen soll auch bei 3-Liter-Motoren getrickst haben.

Im Visier der Umweltbehörde sind unter anderem mehrere Luxusmodelle von Audi wie der A8 des aktuellen Modelljahres 2016. VW erklärte zu den neuen Vorwürfen, bei den Sechszylinder Diesel-Motoren mit drei Litern Hubraum sei keine Software installiert worden, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern

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SDA-ATS