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Lissabon - Rund 20 grössere Waldbrände haben die Feuerwehr im Norden und Zentrum von Portugal am Donnerstag auf Trab gehalten. In der Ortschaft Sandomil, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Porto, lösten die Flammen unter den gut Tausend Bewohnern Panik aus.
Dort waren zahlreiche Häuser am Nachmittag unmittelbar bedroht. Am schwersten betroffen war nach Angaben des Zivilschutzes mit fünf Grossbränden die Naturpark-Gebirgsregion Serra da Estrela 250 Kilometer nordöstlich von Lissabon.
Mehr als 300 Feuerwehrmänner kämpften dort am Nachmittag gegen die Feuerfronten. Wegen der Brände in der Serra musste die siebte Etappe der Portugal-Radrundfahrt kurzfristig umgeleitet werden.
Die Regierung in Lissabon wies Kritik der Opposition sowie von Experten und Bürgern an den Löscharbeiten zurück. "Wir tun alles, was in unserer Macht steht", versicherte Innenminister Rui Pereira. Man wolle zwei weitere Löschhubschrauber chartern. Bewohner in Sandomil empörten sich vor laufenden Kameras: "Die denken nur an die Radrundfahrt".
Landesweit waren am Donnerstag rund 1500 Feuerwehrleute, mehrere Militär-Einheiten und Dutzende Freiwillige zur Feuerbekämpfung im Einsatz. Die seit Wochen anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von zum Teil über 40 Grad und die Trockenheit begünstigen den Ausbruch der Brände. Starke Winde fachten die Flammen zusätzlich an. Viele Feuerwehrmänner waren mehr als 24 Stunden pausenlos im Einsatz.
Waldbrände sind jedes Jahr ein grosses Problem für Portugal. Mit insgesamt 5500 Feuern war der vergangene Monat der brandreichste Juli der vergangenen fünf Jahre. Bis Ende Juli hatten die Brände im gesamten Land nach einer Bilanz der Feuerwehr knapp 200 Quadratkilometer Wald, Unterholz und Ackerland zerstört. Mehrere mutmassliche Brandstifter wurden festgenommen.

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SDA-ATS