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Die Waldbrände in Portugal werden durch kräftige Winde immer weiter angefacht. Im Norden des Landes kämpften die Löschmannschaften am Freitag gegen etwa ein Dutzend Feuersbrünste.

Der grösste Brand tobte im Bergland der Serra do Caramulo, wo die Flammen sich an mehreren Fronten ausbreiteten. Dort waren seit voriger Woche drei Feuerwehrleute, darunter zwei junge Frauen, im Kampf gegen die Flammen ums Leben gekommen. Zwei weitere Feuerwehrleute hatten schwere Verbrennungen erlitten und ringen nach Angaben der Rettungsdienste mit dem Tode.

"Die Witterungsbedingungen sind extrem ungünstig", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Miguel Cruz, der Nachrichtenagentur Lusa. Der Wind habe die Flammen in der Nacht weiter angetrieben.

Das Feuer war in der vorigen Woche ausgebrochen. Die Löschmannschaften konnten die Flammen unter Kontrolle bringen, dann brach das Feuer aber erneut aus.

Keine Siedlungen gefährdet

Siedlungen seien nicht in Gefahr, betonte der Einsatzleiter. "Es kann sein, dass die Flammen bis in die Nähe von Wohnhäusern vordringen. Aber wir haben genügend Kräfte zur Verfügung, um rechtzeitig einzuschreiten."

Notfalls müssten Häuser geräumt werden. Die Löschmannschaften hatten mehr als 700 Feuerwehrleute im Einsatz. Spanien schickte zur Verstärkung drei Löschflugzeuge.

Bei der Kleinstadt Mondim de Basto im Bezirk Vila Real tobte ebenfalls ein grösserer Waldbrand. Davon war nach Medienberichten auch der Naturpark Alvão betroffen.

In der Gegend von Sátão im Bezirk Viseu mussten zwei kleine Dörfer sicherheitshalber geräumt werden. "Die Lage hat sich aber wieder normalisiert", sagte örtliche Chef der Feuerwehr, Carlos Sousa. Es sei zu erwarten, dass die Löschmannschaften das Feuer bald unter Kontrolle bekämen.

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SDA-ATS