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Washington - In Pakistan steigt mit der Flut stündlich die Seuchengefahr. Es gebe bereits 36'000 Verdachtsfälle einer schweren, zum Teil tödlich verlaufenden Durchfallerkrankung, teilte die UNO am Freitag mit. Hilfsorganisationen warnten vor einer "zweiten Welle von Todesfällen".
Das Ausmass der Katastrophe mit mindestens 15 Millionen Betroffenen könne "derzeit nicht genau erfasst werden", sagte ein Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Die Rettungsarbeiten würden durch Seuchen noch erschwert werden. Der UNO zufolge ist rund ein Drittel Pakistans vom Hochwasser betroffen. Weitere Regenfälle sind vorhergesagt.
Die UNO warnte, dass die Opferzahl rasant steigen wird, sollte nicht bald weitere Hilfe eintreffen. Bislang starben über 1600 Menschen in den Fluten. Gemäss dem UNO-Welternährungsprogramm wurden auch die Lebensmittel knapp.
Am Mittwoch hatte die UNO die Weltgemeinschaft um Soforthilfen von 459 Millionen Dollar gebeten. Das UNO-Büro für Humanitäre Koordination (OCHA) in Genf konnte bislang 147 Mio. Dollar einsammeln, weitere 87 Millionen wurden zugesagt, wie eine OCHA-Sprecherin sagte.
Erster Cholerafall
Den Helfern läuft die Zeit davon: "Während wir uns unterhalten, sterben Kinder, weil es keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser gibt", sagte der Leiter der IKRK-Delegation in Pakistan, Pascal Cuttat.
Im nordpakistanischen Swat-Tal wurde nach Angaben von Malteser International der erste Fall von Cholera bestätigt. Der Patient liege im Spital von Mingora. Der Chef des Spitals, Lal Afridi, schränkte aber ein, auch in normalen Zeiten gebe es Fälle von Cholera.
Weitere Grossstadt bedroht
Am Freitag mussten erneut Zehntausende vor den Überschwemmungen fliehen. Die Behörden gaben für südpakistanischen Stadt Jacobabad und ihre 400'000 Einwohner eine Flutwarnung aus. Tausende Menschen brachten sich darauf in Sicherheit. Viele Menschen wollten jedoch in der Stadt bleiben.
Jacobabad (Provinz Sindh) ist die zweite grössere Stadt, die evakuiert wird. Vor wenigen Tagen mussten bereits die 450'000 Bewohner von Muzaffargarh im Punjab fliehen. Die meisten davon fanden in der ebenfalls bedrohten Millionenmetropole Multan Zuflucht. Dort sanken die Pegel am Freitag leicht.

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SDA-ATS