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Die Wasserqualität der meisten Seen, Flüsse und Küstengewässer in Europa lädt diesen Sommer zu einem Sprung ins mehr oder weniger kühle Nass ein. Die EU-Kommission lobte am Mittwoch die gesamthaft hohe Qualität der Badegewässer.

EU-Umweltkommissar Janez Potocnik zeigte sich zufrieden, dass die Qualität "generell hoch ist" und sich seit der letzten Erhebung noch verbessert habe. Allerdings fordern die EU-Kommission und die Europäische Umweltagentur noch stärkere Bemühungen, denn das Ergebnis sei zwar gut, aber "nicht gut genug, um unseren Ansprüchen zu genügen". Es seien weitere Bemühungen notwendig.

Die 27 EU-Länder sowie die Schweiz, Kroatien und Montenegro lieferten für das Jahr 2011 Daten von über 22'000 Gewässer. Zur Feststellung der Wasserqualität werden die Badegewässer anhand einer Reihe von physikalischen, chemischen und biologischen Parametern geprüft. Eingehalten werden müssen verbindliche Werte und die strengeren, aber nicht verbindlichen "Leitwerte".

Vier Länder mit exzellenten Werten

Für Strandferien empfehlen sich Zypern, Kroatien, Malta und Griechenland. Über 90 Prozent der Gewässer in diesen Ländern erfüllen die verbindlichen "Leitwerte". In Ländern wie Italien, Spanien, Deutschland oder Grossbritannien weisen über 80 Prozent der Badeorte eine sehr gute Wasserqualität auf.

Schlechter sieht es bei den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Bulgarien und Lettland aus. Vor allem viele Seen und Flüsse erfüllen in diesen Ländern die "Leitwerte" nicht. In den Niederlanden waren mehr als 10 Prozent der Gewässer von mangelhafter Qualität.

Insgesamt mussten letztes Jahr 207 Gewässer fürs Baden geschlossen werden, das sind 57 mehr als 2010. Im Jahresbericht ist weiter festgehalten, dass bei 92,1 Prozent der Badegewässer in der EU die Mindeststandards für Wasserqualität eingehalten werden.

Die Seen und Flüsse in den erfassten europäischen Ländern weisen gegenüber den ersten Erhebungen eine klar bessere Qualität auf. Erfüllten 1990 noch 11,9 Prozent der Binnengewässer die verbindlichen Werte nicht, waren es 2011 nur noch 2,4 Prozent. Bei den Küstengewässer fiel der Wert in dieser Zeitspanne von 9,2 Prozent auf 1,5 Prozent.

Schweizer Angaben

Die Schweiz lieferte zum dritten Mal nach 2009 Zahlen für 352 Seen und Flüsse. Allerdings erhielt die Europäische Umweltagentur zu über 50 Prozent der Gewässer nicht alle geforderten Angaben.

Den gewerteten Seen und Flüssen wurde aber meist eine gute Wasserqualität attestiert. Die Schweiz weist im Vergleich zur Fläche des Landes nach den Niederlanden die meisten Binnengewässer auf.

SDA-ATS