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Wasserstände in der Schweiz so niedrig wie noch nie im Mai

Ein Teil der Flüsse und Seen in der Schweiz führt so wenig Wasser wie noch nie im Monat Mai. Dies betrifft etwa den Rhein und die Aare. Im Mittelland und im Jura wurden zumindest in den vergangenen zwei bis fünf Jahren keine niedrigeren Wasserstände mehr gemessen.

Besonders auffällig seien die tiefen Wasserstände an den Jurarandseen (Neuenburger-, Murten- und Bielersee) sowie am Walensee, meldete das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Montag. Die Werte liegen bei oder unter den bisher gemessenen Tiefstwerten für die Jahreszeit.

Zuwenig Wasser haben auch Zuger- und Bodensee. Die übrigen Seen zeigen durchschnittliche Pegelstände. Das BAFU rechnet für die kommenden Tage nicht mit einer Änderung der Wasserverhältnisse.

Weniger Wasserkraft

Auf die Stromproduktion in der Schweiz hat die regenlose Zeit ebenfalls Auswirkungen: Die Wasserkraftwerke laufen zur Zeit auf deutlich niedrigeren Touren, denn Aare und Rhein führen bis zu einem Drittel weniger Wasser. Immerhin produziert die Schweiz rund 55 Prozent ihres Stroms aus Wasserkraft.

Die Atomkraftwerke trifft die Trockenheit nicht, wie es von der BKW (Betreiberin des AKW Mühleberg BE) heisst. Noch reiche das Wasser, und kalt genug für die Kühlung sei es auch. Ähnlich äussern sich die beiden anderen Atomkraftwerk-Betreiber Axpo und Alpiq.

Frachtschiffe mit halber Ladung

Die Rheinschifffahrt bekommt die Trockenheit deutlich zu spüren: Mit einem Viertel niedrigeren Pegelständen sind Frachtschiffe teilweise nur noch mit halber Ladung unterwegs, wie Nina Hochstrasser von den Schweizerischen Rheinhäfen auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die Transportposten verteuerten sich damit.

Für die Fische in den Schweizer Gewässern hat die Trockenheit bereits Folgen. So mussten in der Töss bei Winterthur bereits Wasserbewohner wegen der Trockenheit evakuiert werden.

Landwirtschaft: Noch nicht dramatisch

Als noch nicht kritisch beurteilt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) derzeit die Situation für die Gemüse- und Früchteproduzenten. Ein Vergleich mit dem Temperatur-Rekordjahr 2003 sei verfrüht, hiess es dort. Auch der Schweizerische Bauernverband (SBV) sieht die Situation noch nicht als dramatisch an.

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