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Stan Wawrinka steht zum zweiten Mal nach 2015 im Final des French Open. Er setzt sich in 4:34 Stunden 6:7 (6:8), 6:3, 5:7, 7:6 (7:3), 6:1 gegen Andy Murray durch und fordert nun Rafael Nadal.

Welch ein Kampf zweier Ausnahmekönner! Auf der einen Seite Stan Wawrinka, der von der Grundlinie so hart schlägt wie kaum ein anderer, auf der anderen Seite Defensivkünstler Andy Murray, der unermüdlich auch die schwierigsten Bälle noch zurückbringt. Oder zumindest fast unermüdlich. Im fünften Satz, nachdem er den vierten im Tiebreak verloren hatte, ging selbst "Braveheart" Murray das Benzin aus.

Am Ende eines spektakulären und hochklassigen Abnützungskampfs mit vielen Aufs und Abs gelang Wawrinka mit zwei Breaks zum 3:0 bereits früh die Vorentscheidung. Danach war der entfesselt aufspielende Lausanner nicht mehr zu stoppen, auch wenn er bei 5:0 noch einmal seinen Aufschlag abgeben musste.

Der Schweizer hätte den Sieg auch einfacher haben können. Sowohl im ersten wie im dritten Satz führte er mit einem Break (5:3 respektive 4:2). Zudem konnte er im Tiebreak des ersten Durchgangs einen Satzball nicht nutzen.

Vierter Grand-Slam-Final von Wawrinka

Am Ende setzte sich mit Wawrinka aber der wie erwartet aktivere Spieler durch. Der Schweizer schlug 87 Winner gegen den defensiv exzellenten Murray gegenüber 36 des Schotten. Dass sich da auch 77 unerzwungene Fehler einschlichen, war zu erwarten. Murray bezahlte im fünften Satz mit Sicherheit auch für den vorangegangenen Effort mit enorm viel Laufarbeit. Er war nicht mit viel Selbstvertrauen ins Turnier gegangen und hatte auf dem Weg in den Halbfinal fast drei Stunden länger auf dem Platz verbracht als Wawrinka.

"Es ist unglaublich, dass ich hier wieder im Final stehe", freute sich der Champion von 2015. In seinem zweiten French-Open-Final trifft der 32-jährige Waadtländer am Sonntag (15.00 Uhr) auf den neunfachen Sieger Rafael Nadal, der dem österreichischen Aufsteiger Dominic Thiem keine Chance liess (6:3, 6:4, 6:0). Wawrinka ist der älteste Finalist in Roland Garros seit dem Jugoslawen Niki Pilic, der 1973 gegen Ilie Nastase keine Chance hatte.

Der Romand steht zum vierten Mal in einem Grand-Slam-Final, 2014 in Melbourne (Nadal), 2015 in Paris und 2016 am US Open (jeweils Novak Djokovic) gewann er gegen die Nummer 1 der Welt. Diesmal gelang ihm dies bereits im Halbfinal gegen Murray.

SDA-ATS

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