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Stan Wawrinka erhält für das Masters-1000-Turnier nächste Woche in Toronto doch noch eine Wildcard. Er profitiert vom Forfait Andy Murrays.

Trotz der Absage von Roger Federer steht in der kanadischen Metropole doch noch ein Schweizer im Einsatz. Der in der Weltrangliste nur noch auf Platz 198 rangierte Stan Wawrinka erhält die Wildcard, die ursprünglich für Andy Murray vorgesehen war. Er trifft in der 1. Runde auf den Australier Nick Kyrgios, die Nummer 17 der Welt.

Die beiden haben je zwei der bisher vier Partien für sich entschieden. In Erinnerung ist vor allem die Begegnung vor drei Jahren ebenfalls in Kanada, damals aber in Montreal. Kyrgios beleidigte den Waadtländer mit Bemerkungen über seine Freundin Donna Vekic, ehe Wawrinka im dritten Satz mit Rückenproblemen aufgeben musste.

Murray, der sogar bis auf Rang 832 zurückgefallen ist, musste beim Turnier in Washington vor seinem Viertelfinal gegen den Australier Alex De Minaur Forfait geben und entschied sich danach auch gleich für die Absage in Toronto. Die ehemalige Weltnummer 1 hatte mit drei langen Dreisatzsiegen erstmals seit über einem Jahr und nach einer Hüftoperation wieder die Viertelfinals eines Turniers erreicht.

Der Achtelfinal gegen Marius Copil ging in der Nacht auf Freitag erst um 3 Uhr morgens zu Ende. Danach war der völlig erschöpfte Murray in Tränen aufgelöst und kritisierte die Spielansetzung. "Das ist nicht gut", meinte er. "Weder für die Fans noch für die Spieler noch für das Fernsehen." Das Programm in der US-Hauptstadt war immer wieder wegen Gewittern durcheinander geraten. Trotz der schlechten Wetterprognosen hatten die Veranstalter aber am Spielbeginn um 14 Uhr festgehalten anstatt die Spiele nach vorne zu verschieben. "Nach meiner langen Verletzungspause muss ich vorsichtig sein", deutete der Schotte gleich nach Matchende an, dass er am folgenden Tag kaum wieder einsatzfähig sein würde.

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SDA-ATS