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Heute Nachmittag um 15 Uhr beginnt das Masters in London auch für US-Open-Sieger Stan Wawrinka. Der 31-jährige Romand trifft auf den Japaner Kei Nishikori.

Die Partie gegen Kei Nishikori (ATP 5) ist ein erstes Schlüsselspiel für Wawrinka (ATP 3). "Natürlich will ich die Saison so gut wie möglich beenden", so Wawrinka, "aber das Masters erachte ich stets auch als einen Bonus. Anfang Jahr setzte ich mir zum Ziel, in London mit von der Partie zu sein. Das habe ich geschafft. Jetzt bin ich gespannt, was noch möglich ist."

Bei seinen ersten drei Teilnahmen in der prächtigen Londoner Arena überstand Wawrinka stets die Vorrunde. Nach dem enttäuschenden Herbst würde die neuerliche Halbfinalqualifikation für Wawrinka ein Erfolg darstellen. Wawrinka: "Die ersten Wochen nach dem US Open (wo Wawrinka seinen dritten Grand-Slam-Titel holte; die Red.) erwiesen sich als kompliziert. Vor den Swiss Indoors in Basel war ich leicht verletzt. Nach der Erstrundenniederlage in Paris-Bercy machte ich eine Woche lang Pause. Jetzt fühle ich mich wieder besser." Dennoch trainierte Wawrinka in London mit einer Bandage am linken Knie. Überbewerten mag er das aber nicht, denn "in der letzten Woche der Saison schleppen auch die anderen Teilnehmer Bobos und Wehwehchen mit".

Aus Schweizer Optik lautet die Kernfrage denn auch? Wie stark kann sich Stan Wawrinka in London präsentieren? Im September triumphierte der 31-jährige Waadtländer am US Open in New York. Diesem Grosserfolg verdankt Wawrinka primär seine vierte Teilnahme hintereinander am Masters. Denn ohne die 2000 Weltranglistenpunkte aus Flushing Meadows läge Wawrinka im Ranking sogar hinter dem Österreicher Dominic Thiem, dem Neunten der Weltrangliste.

Seit dem erstmaligen Gewinn eines Schweizer Turniers in Genf Ende Mai und der verpassten Titelverteidigung in Paris Anfang Juni fehlt Wawrinka jegliche Konstanz. Nur dank des US-Open-Triumphs spricht bei Wawrinka niemand von einer Krise. Aber die Ergebnisse seit Anfang Juni dürften auch Wawrinka zu denken geben. Nur am Masters-1000-Turnier von Toronto verlor er gegen einen Top-10-Spieler (Kei Nishikori im Halbfinal). Daneben setzte es zwei Erstrunden- und drei Zweitrundenniederlagen ab, nur viermal erreichte Wawrinka noch die Viertelfinals. Wawrinka kassierte in dieser Spanne Niederlagen gegen Fernando Verdasco auf Rasen, Juan Martin Del Potro in Wimbledon, Grigor Dimitrov, Alexander Zverev, Gilles Simon, Mischa Zverev und Jan-Lennard Struff, die zu dem Zeitpunkt in der Weltrangliste Plätze zwischen 27 (Alexander Zverev) und 165 (Del Potro) einnahmen.

Stan Wawrinka gewann 2014 das Australian Open, 2015 das French Open und diesen Sommer das US Open. Er sammelte gleich viele Grand-Slam-Trophäen wie Andy Murray, der letzten Montag die Führung in der Weltrangliste übernahm. Wäre die Nummer 1 der Welt nicht auch für Wawrinka ein erreichbares Ziel? Wawrinka: "Ich denke nicht. Ich bin 31, im Moment die Nummer 3 der Welt und gehöre seit vier Jahren zu den Top 4. Das alles ist schon sehr speziell. Ich weiss, dass ich jeden Gegner besiegen kann. Aber das muss mir viel regelmässiger gelingen, wenn ich die Nummer 1 werden möchte. Im Moment bin ich davon weit entfernt."

Aber am Masters hegt Wawrinka nochmals grosse Ambitionen. Er will die Saison stark beenden. Er liebt das Turnierformat mit bloss acht Teilnehmern und der Gruppenphase am Anfang. Da stören keine Aussenseiter. Bei seinen ersten drei Teilnahmen überstand Wawrinka die Vorrunde immer, stets erfolgte das Ausscheiden in den Halbfinals. Zu weit nach vorne schielen darf Wawrinka nicht. In der Vorrunde trifft er auf Andy Murray (ATP 1), Kei Nishikori (ATP 5) und Swiss-Indoors-Gewinner Marin Cilic (ATP 7). Wenn der Schweizer in dieser Gruppe das Weiterkommen schafft, ist er ein heisser Anwärter sogar auf den Turniersieg.

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SDA-ATS