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Dem geplanten Erweiterungsbau des Landesmuseums in Zürich steht nichts mehr im Weg: Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich haben am Sonntag mit 62,3 Prozent Ja gesagt zum Kantonsbeitrag von 20 Millionen Franken. Das Geld wird dem Lotteriefonds entnommen.

Für die Vorlage stimmten 249'980 Stimmberechtigte, 151'374 lehnten sie ab. Die Stimmbeteiligung betrug 48,3 Prozent. Der Kantonsrat hatte dem Beitrag im vergangenen April zugestimmt. Weil gegen den Beschluss das Referendum ergriffen wurde, musste nun das Volk entscheiden.

Das Referendumskomitee, dem unter anderem der Zürcher Heimatschutz und die Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur angehören, hatte geltend gemacht, dass mit dem Bau die angrenzende Platzspitz-Anlage "unwiderruflich zerstört" würde. Zudem überzeuge das Projekt auch in architektonischer Hinsicht nicht.

Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf 111 Millionen Franken. Davon übernimmt der Bund, der auch Bauherr ist, 76 Millionen. 10 Millionen steuert die Stadt Zürich bei, weitere 5 Millionen Franken stammen von Privaten.

Laut der Zürcher Regierung werden für den Erweiterungsbau in unmittelbarer Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs 5,5 Prozent des 36'400 Quadratmeter grossen Platzspitz-Areals benötigt. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2012 vorgesehen. Sie dauern voraussichtlich bis Mitte 2016.

Chancenlose Busseninitiative

Mit 73,3 Prozent klar abgelehnt haben die Stimmberechtigten die Verkehrssicherheitsinitiative der Zürcher Sektion des Automobilclubs der Schweiz. Das Volksbegehren verlangte, dass ein Viertel der Ordnungsbussen, die von der Kantonspolizei und den Stadtpolizeien Zürich und Winterthur eingenommen werden, in einen Fonds fliessen.

Die Gelder von jährlich 20 bis 25 Millionen Franken hätten für Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eingesetzt werden sollen. Das Volksbegehren schickten die Zürcherinnen und Zürcher mit 287'653 zu 104'829 Stimmen bachab. Von den Parteien hatte einzig die FDP die Ja-Parole gefasst.

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SDA-ATS