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Sinkende Heizkosten im Herbst: Von diesem seltenen Szenario können die Schweizer Hausbesitzer in diesem Jahr profitieren. Für einmal müssen sie zum Beginn der Heizsaison nicht mit explodierenden Heizölpreisen rechnen. Grund sind die seit Monaten fallenden Rohölpreise.

Trotz aller Krisen und Kriege im ölreichen Nahen Osten ist das weltweite Rohölangebot riesig. Der Markt wird dank des Schieferölbooms in den USA mit dem Rohstoff überschwemmt. Zudem ist die Nachfrage wegen der schwächelnden Konjunktur in vielen Industrieländern gering.

Deshalb befinden sich die Ölpreise seit Wochen auf Talfahrt. Ein Barrel (159 Liter) kostete zeitweise weniger als 89 Dollar - so wenig wie zuletzt im Dezember 2010. Viele Sorten haben im Vergleich zu ihren Jahreshöchstständen im Juni etwa einen Fünftel an Wert eingebüsst.

Rohstoffexperten vermuten, dass der Abwärtstrend noch nicht zu Ende ist. Dies bestätigt auch Francesca Romano, Sprecherin der Erdölvereinigung, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Aussergewöhnlicher Tiefstand

Dies hat positive Auswirkungen auf alle Haushalte, die ihren Heizöltank auffüllen wollen. "Noch nie in diesem Jahr war der Heizölpreis so tief wie im Moment", sagt Romano. Die sinkenden Rohölpreise seien spürbar.

Dass die Preise ausgerechnet zu Beginn der Heizsaison den Jahrestiefststand erreichen, sei aussergewöhnlich. In den vergangenen Jahren war der Heizölkauf für Konsumenten vor allem in den Frühlings- und Sommermonaten lukrativ: 2011 war der August der günstigste Monat, 2012 der Juni, im vergangenen Jahr kamen Käufer im April am besten davon.

Romano empfiehlt den Hausbesitzern denn auch, die Chance zu ergreifen und ihre Tanks aufzufüllen. "Natürlich kann man spekulieren, dass die Preise weiter fallen, doch das Risiko ist da, dass sie irgendwann wieder steigen."

Heizölpreis trotzt starkem Dollar

Neben dem Rohölpreis beeinflussten nämlich verschiedene andere Faktoren den Preis beim Heizöl, sagt Romano. Weil Rohöl in Dollar gehandelt wird, ist auch der Dollar-Franken-Wechselkurs ausschlaggebend.

Der Dollar hat in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt - von 89 auf bis zu 97 Rappen. Somit verteuert sich das "schwarze Gold" für Käufer ausserhalb der USA. Der Heizölpreis in der Schweiz wäre also momentan noch tiefer, wenn der Dollar in den vergangenen Wochen nicht an Wert gewonnen hätte.

"Der Dollar schenkt ein", sagt Romano. Auch die Frachtkosten seien gestiegen. Trotzdem hätten diese zwei Faktoren die sinkenden Ölpreise nicht kompensieren können.

Anders sieht es beim Benzin aus. Der Kauf an der Zapfsäule bleibt teuer, die Preise für Benzin und Diesel sinken trotz tiefer Rohölpreise kaum. Romano erklärt, dass der Heizölpreis im Gegensatz zum Benzinpreis viel flexibler angepasst werden könne.

Grund dafür sei unter anderem die Mineralölsteuer. Diese beträgt je Liter unverbleites Benzin 73,12 Rappen und bei Dieselöl 75,87 Rappen. Heizöl wird dagegen nur mit 0,3 Rappen pro Liter besteuert. Die Folge: Beim Heizöl bekommen die Verbraucher die Schwankungen bei den Rohölpreisen direkter zu spüren - momentan im positiven Sinn.

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