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Luzern hat mit René Weiler einen anspruchsvollen Coach engagiert, dem nicht wenige Fachleute eine internationale Zukunft prophezeiten. Für den Rückkehrer ist eine spannende Challenge ortsunabhängig.

Der Nachfolger des neuen YB-Taktgebers Gerardo Seoane steht für Qualität und Innovation, für einen Plan und deutliche Ansagen: René Weiler, der prominente Super-League-Rückkehrer. Mit seinem Palmarès hebt sich der 44-jährige Zürcher vom Grossteil seiner nationalen Branchenkollegen ab. Vor etwas mehr als einem Jahr führte er den RSC Anderlecht im Land des WM-Dritten Belgien zum Titelgewinn und in die Champions League.

Nach einer rund achtmonatigen Auszeit steigt der Coach wieder ein - für zahlreiche Beobachter überraschenderweise nicht im Ausland, sondern in der Schweiz. Ein Rückschritt? Ein Neuanfang? Weiler differenziert und holt etwas weiter aus. Für ihn basiert das Fussball-Business nicht nur auf statistisch belegbaren Erkenntnissen. "Rund fünfzig Prozent der Mutationen auf dem europäischen Markt sind nicht wirklich auf Anhieb erklärbar. Viele Datensammlungen sind oberflächlich und unpräzise", sagt er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Komplex und nicht immer nachvollziehbar sei das Geschäft, so Weiler. "Der Fussball ist oft auch irrational und von Emotionen abhängig, die niemand richtig kontrollieren kann." Nach einer ausgedehnten Selbstreflexion im Zuge seiner sportlich sonderbaren Trennung vom belgischen Champion prüfte der Meistercoach diverse berufliche Varianten und kam nach mehreren Nachfragen Luzerns zum Schluss: "Das Gesamtpackage stimmt hier - die Ausgangslage ist spannend."

Der Zeitpunkt fürs Comeback stimmt für ihn, die Destination passt. Nach guten Gesprächen mit Sportchef Remo Meyer stand für ihn fest: "Der attraktive Standort, eine Stadt, die für den Fussball lebt, ein schönes Stadion, ein Team, mit dem etwas zu bewegen ist - das ist viel wert." Der FCL beinhalte einiges, "auch wenn dieser Wechsel für manche nicht der logische Schritt ist. Aber nur auf die Rangliste oder das Budget zu blicken, ist eine zu simple Sichtweise."

Dass eine Spitzenklassierung mit Luzern angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse derzeit nahezu ausgeschlossen ist und die finanziell besser aufgestellte Konkurrenz in Bern und Basel mit astronomisch höheren Summen wirtschaftet, nimmt Weiler zur Kenntnis - mehr nicht. Das tangiere seinen Job nur am Rande. "Mein Anspruch bleibt ortsunabhängig gleich: Ich will jeden einzelnen Spieler und das Team besser machen und vorwärts kommen."

Beim FCL haben sie beeindruckende Monate und die beste Rückrunde seit Jahren hinter sich. Nur der Champion Young Boys punktete häufiger als die Innerschweizer. "Beim FCB sind solche Bilanzen ein Muss, in Bern kommt ebenfalls nur eine Top-2-Klassierung infrage. Bei anderen Klubs hingegen weiss man nie, wohin die Reise führt."

Weiler will mithelfen, die positive Entwicklung weiter zu forcieren, ein paar Prozente mehr herauszupressen. "So funktioniere ich." Er kehrt aus einem Land zurück, in welchem die Fussballer einen ungleich höheren Stellenwert besitzen und die Spitzenklubs eine Menge mehr in ihr Personal investieren. Beim RSC bewegten die Verantwortlichen pro Monat vermutlich mehr Mittel als der FCL während eines Quartals.

Die vier Saisons in Nürnberg und bei Anderlecht färbten ab. "Punkto Professionalität, was die Infrastruktur angeht, und Manpower zur Betreuung des Fussball-Personals können wir in der Schweiz viel lernen." Der Druck, die immensen Erwartungen der Zuschauermassen liessen Weiler reifen. Er sei stabiler und eigenen Angaben zufolge variabler. "Ich habe Erfahrungen machen dürfen, die unbezahlbar sind, die mich kompletter machten."

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SDA-ATS