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In der japanischen Kernkraftwerksruine Fukushima macht weiter hoch radioaktiv verstrahltes Wasser Probleme. Im Wasser am Boden des Reaktorgebäudes eins wurde radioaktives Caesium mit Strahlenwerten von zwei Millionen Becquerel pro Kubikmeter gemessen.

Dies teilte die Betreibergesellschaft Tepco am Dienstag mit. Es wird vermutet, dass das radioaktive Material von den geschmolzenen Brennstäben im Reaktor stammt und aus dem Druckbehälter austritt.

Angesichts der beginnenden Regenzeit bereitet vor allem der rasch steigende Wasserstand Sorge. Wie der Staatssender NHK berichtete, steigt das Wasser in den Turbinengebäuden von Reaktor zwei und drei mittlerweile um 3 bis 4 Millimeter pro Stunde, seit am Sonntag die ersten schweren Regenfälle in der Region eingesetzt hätten.

Die Frage der Entsorgung ist nach wie vor ungelöst. Es wird befürchtet, dass erneut verstrahltes Wasser ins Erdreich oder ins Meer gelangen könnte.

Tepco hatte Mitte Mai die Installation einer Anlage angekündigt, mit der radioaktive Substanzen aus dem Wasser in den Gebäuden gefiltert und das Wasser zugleich zur Kühlung der Reaktoren eingesetzt werden soll. Die Anlage dürfte aber erst im Juli betriebsbereit sein.

Das radioaktive Wasser, das zur Kühlung der Reaktorbehälter in die Gebäude gepumpt wird, macht den Betreibern seit Beginn der Katastrophe Schwierigkeiten. Unter anderen konnte das reguläre Kühlsystem der Anlage nicht repariert werden, da ein Einsatz der Arbeiter in den überfluteten Bereichen zu gefährlich ist.

Das Atomkraftwerk Fukushima eins war durch das Erdbeben und den folgenden Tsunami am 11. März schwer beschädigt worden. Seither tritt Radioaktivität in die Umwelt aus. Es ist die schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl.

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SDA-ATS