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Die Menschen im italienischen Erdbebengebiet haben erneut eine unruhige Nacht erlebt. Ein Nachbeben der Stärke 4,3 schreckte sie kurz vor Mitternacht auf, ein weiterer Erdstoss erreichte die Stärke 3,2.

Die Erschütterungen trafen erneut die Gegend in der Provinz Modena und waren deutlich auch in Bologna zu spüren. Die Notunterkünfte seien voll, viele Menschen hätten sich in ihre Autos geflüchtet, um dort die Nacht zu verbringen, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA am Donnerstagmorgen.

"Die Angst ist zurückgekehrt", sagte der Bürgermeister der schwer betroffenen Gemeinde Finale Emilia, Fernando Ferioli, laut ANSA. "Wir versuchen die Menschen zu überzeugen, dass sie in ihre Wohnungen zurückkehren sollen, sofern sie benutzbar sind. Aber wenn diese Erdstösse andauern, wird das unmöglich sein."

Solange die Nachbeben nicht aufhörten, könne keine Ruhe einkehren und es gehe nicht voran. Es gab neue Zerstörungen an ohnehin schon beschädigten Gebäuden. Auch an einer alten Burg stürzten weitere Gebäudeteile ein.

Techniker, Ingenieure und andere Fachleute inspizierten die gefährdete "Rote Zone". Sie war am Vortag verkleinert worden und wird nun erneut auf die Strassen im historischen Zentrum von Finale Emilia ausgedehnt.

Das Beben der Stärke 6,0 hatte am Sonntagmorgen Häuser, Fabriken und historische Gebäude in der Region Emilia Romagna beschädigt und teils zum Einsturz gebracht. Sieben Menschen starben und etwa 50 wurden verletzt.

Rund 5262 Menschen sind in 39 Gemeinden in den Provinzen Modena und Ferrara obdachlos. Viele Schulen und Fabriken blieben geschlossen.

SDA-ATS