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Diese Feuerstelle beim Stanserhorn bleibt vorerst unbenutzt: Im Kanton Nidwalden gilt, wie mittlerweile in insgesamt 17 Kantonen, ein Feuerverbot im Wald und an Waldrändern. Im Tessin und Wallis sowie in den Bündner Südtälern ist Feuer im Freien sogar ganz verboten.

KEYSTONE/URS FLUEELER

(sda-ats)

Weitere sechs Kantone haben ein Feuerverbot im Wald und an Waldrändern verhängt. Auch das Abbrennen von Feuerwerk ist dort verboten. In vielen Migros- und Coop-Filialen gibt es deshalb in diesem Jahr keine 1.-August-Feuerwerke zu kaufen.

Absolute Feuerverbote gab es wegen der Trockenheit bis Mittwochabend in zwölf Kantonen. Am Donnerstag schränkten neu auch die Kantone Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Land, Basel-Stadt und Solothurn für ihr ganzes Gebiete das Entfachen von Feuer ein. In Bern betrifft das Verbot das Kantonsgebiet mit Ausnahme des Berner Oberlands.

Die Waldbrandgefahr in den betroffenen Kantonen liegt mehrheitlich auf der Stufe 4 von 5 (gross), so dass die Feuerverbote im Wald und in Waldesnähe nötig wurden. Dies teilten die jeweiligen Kantonsbehörden mit. Diese begründeten die Verbote auch damit, dass kein anhaltender Regen absehbar ist.

Die Verbote gelten für den Wald sowie für einen Umkreis von 200 Metern um Wälder herum - das entspricht einer Distanz von rund zwei Fussballfeldern (Länge). In diesem Perimeter ist auch das Abbrennen von Feuerwerk oder Höhenfeuern untersagt.

Solche Feuerverbote gelten in praktisch allen Deutschschweizer Kantonen (AG, AR, BE, BL, BS, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG). Sogar ein absolutes Feuerverbot im Freien gilt im Tessin, im Wallis und in den Bündner Südtälern. Die übrigen Kantone mahnen die Bevölkerung, mit Feuer im Freien sehr vorsichtig umzugehen.

Keine Raketen in den Regalen

Auf die Verbote reagiert haben auch die Grossverteiler Migros und Coop. In den meisten Kantonen mit Feuerverbot gibt es in den Filialen keine Raketen, Böller, Vulkane und Ähnliches für den 1. August zu kaufen.

Die Feuerwerke wären jetzt in die Regale der Migros Ostschweiz gekommen, wie Mediensprecher Nico Canori auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Darauf werde nun aber aufgrund der Situation in den Kantonen im Einzugsgebiet verzichtet. Canori bestätigte am Donnerstag entsprechende Angaben der "Zürichsee-Zeitung".

Für die Massnahme sei das Abbrennverbot ausschlaggebend und auch die Wetterprognose, die keine Besserung verspreche. Sicherheit habe Vorrang. Letztmals gab es laut Canori eine ähnliche Massnahme im Jahr 2015: Damals hätten mehrere Filialen in Graubünden auf den Feuerwerksverkauf verzichtet.

Bei Coop hiess es, der Verkauf werde - analog dem Vorgehen in den vergangenen Jahren - in jenen Regionen gestoppt, in denen ein Abbrennverbot herrsche. Coop wolle einen Beitrag leisten, um mögliche Schäden durch Feuer beziehungsweise Feuerwerk zu vermeiden.

Noch kein Verkaufsstopp herrscht aber beispielsweise bei Migros in der Zentralschweiz, obwohl dort Feuerwerk in Waldesnähe ebenfalls verboten ist: Der Verkauf würde erst gestoppt, wenn ein Kanton ein "offizielles Feuerwerksverbot" erlasse, teilte eine Mediensprecherin mit. Die Genossenschaften entschieden eigenständig über Massnahmen.

"Langsam wird es eng"

Die Hitze macht auch den Fischen im Rhein bei Schaffhausen mehr und mehr zu schaffen. Bisher seien im Rhein zwar erst einzelne tote Fische aufgefunden worden, sagte der Schaffhauser Fischereiaufseher Patrick Wasem auf Anfrage. "Doch es wird langsam eng." Die Lage sei angespannt.

Ab 23 Grad zeigen die Äschen laut Wasem erste Stresssymptome und suchen vor allem schattige Plätze auf. Bei 24 bis 25 Grad werde es heikel für die Fische. Bei Neuhausen SH stieg die Rhein-Temperatur am Mittwoch auf ein Maximum von 25 Grad.

Ein wenig Abhilfe schaffen eine Handvoll Kühlzonen, die bei Bacheinmündungen ausgehoben worden. Die Fische können dort in kühlerem Wasser Zuflucht finden, wenn ihnen der Rhein zu heiss wird. Solche Zonen sind eine Folge des Hitzesommers 2003, als fast der ganze Äsche-Bestand zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen verendete.

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