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Das sunnitische Herrscherhaus in Bahrain geht weiter gegen Oppositionelle im Land vor. Am Mittwoch erschoss die Polizei in dem Golfkönigreich einen 15-jährigen Demonstranten.

Die Sicherheitskräfte waren zuvor mit Planierraupen in die schiitische Ortschaft Saar, nördlich der Hauptstadt Manama, eingerückt, um Plakate und Mahnmale der protestierenden Bevölkerung zu entfernen. Dabei hätten sie auf eine Gruppe von Jugendlichen geschossen, berichteten Augenzeugen.

Der 15-Jährige sei durch einen Kopfschuss getötet worden. Er ist das 20. zivile Opfer der Polizei-Gewalt zur Unterdrückung der Proteste in Bahrain. Auch vier Polizisten kamen bei den Zusammenstössen ums Leben, die am 14. Februar begannen. Die überwiegend schiitische Protestbewegung verlangt Reformen.

Schiitischer Blogger festgenommen

Die Mehrheit der Bevölkerung in Bahrain ist schiitisch. Sie fühlt sich vom sunnitischen Herrscherhaus diskriminiert. Nach Hunderten anderer Regierungsgegnern in den vergangenen Wochen wurde am Mittwoch auch der bekannteste schiitische Blogger des Landes festgenommen.

Der 50-jährige Mahmud al Jussef sei in seinem Haus in Duras von Polizisten in Gewahrsam genommen und weggebracht worden, berichtete eine Mitarbeiterin des Online-Netzwerks "Global Voices Online". Der Bruder des Bloggers bestätigte die Festnahme, Sicherheitskräfte hätten Jussef um 03.00 Uhr morgens mitgenommen.

Der Blogger gehörte zu den Unterstützern der Protestbewegung der Schiiten in Bahrain, die seit Wochen mehr Rechte in dem Golfstaat verlangen. Jussef selbst habe die Regierung seit Jahren für die Einschränkung der Meinungsfreiheit kritisiert, sagte die "Global Voices Online"-Mitarbeiterin.

Ausländische Truppen in Bahrain

Der schiitische Oppositionsführer Ali Salaman forderte am Mittwoch den Abzug ausländischer Truppen aus Bahrain. Die Opposition könne eine militärische Einmischung auf keiner der beiden Seiten gut heissen, erklärte Salaman.

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SDA-ATS