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Weko büsst Swisscom wegen ADSL-Preisen mit 220 Millionen

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 08:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Das Telekom-Unternehmen Swisscom hat mit seiner Preispolitik bei den ADSL-Diensten die Konkurreten behindert. Zu diesem Schluss kommt die Wettbewerbskommission (Weko). Die Swisscom muss nun wegen des Verstosses gegen das Kartellgesetz eine Busse von 220 Mio. Fr. zahlen.
Die Swisscom habe für Konkurrenten wie Sunrise, VTX oder Green bis Ende 2007 hohe Preise für Vorleistungen für das Breitband-Internet verlangt, heisst es in einer Mitteilung. Die Swisscom-Konkurrenten hätten ihr ADSL-Geschäft deshalb nicht profitabel betreiben können.
Die Weko beurteilt die Preispolitik der Swisscom als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Die hohen Vorleistungspreise hätten auch zum hohen Preisniveau in der Schweiz beigetragen. Die Swisscom senkte ihre Preise auf den 1. Januar 2008, womit sich die Situation nun auch für die anderen Anbieter verbessert hat.
Die Swisscom akzeptiert die von der Weko verhängte Busse nicht. Das Telekom-Unternehmen will die Verfügung der Weko anfechten, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die Swisscom hält die Busse für ungerechtfertigt, zumal die Rechtslage unsicher sei. Ein Grundsatzentscheid des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen Breitbanddienste sei in Kürze zu erwarten.
Die Swisscom bestreitet sodann den Vorwurf der Weko, sie habe eine marktbeherrschende Stellung: Mit den verschiedenen Kabelnetzen, den neusten Mobilfunknetzen sowie den künftigen Glasfasernetzen herrsche in der Schweiz in intensiver Infrastruktur-Wettbewerb.

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