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Weltgesundheitsorganisation will sich reformieren

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss sich nach Ansicht ihrer Chefin Margaret Chan dringend reformieren: Die Arbeitsweise soll transparenter und die Finanzierung nachhaltiger werden. Auch Bundesrat Didier Burkhalter sprach sich für Änderungen aus.

Burkhalter eröffnete am Montag die WHO-Jahreskonferenz in Genf. Es sei unerlässlich, dass die WHO ihre Kräfte bündle, die Strukturen straffe und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriere, sagte Burkhalter. Mit Reformen will die UNO-Organisation auf Kritik von aussen reagieren und ihr Budget wieder in den Griff bekommen.

Die WHO war beispielsweise für ihren Umgang mit der Schweinegrippe gerügt worden. Sie soll zu eng mit der Pharmaindustrie verstrickt gewesen sein. Die Organisation gab etwa nicht bekannt, welche Experten WHO-Chefin Chan während der Pandemie beraten hatten. Die WHO hatte die höchste Pandemie-Stufe wegen der Schweinegrippe verhängt - die Grippe verlief jedoch relativ mild.

Andere kritisieren die Reaktion der WHO auf den Atomunfall in Japan und ihre Abhängigkeit von der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien. So habe die WHO bis heute kein eigenes Team nach Japan geschickt, um die Bevölkerung unabhängig über die gesundheitlichen Auswirkungen der nuklearen Katastrophe zu informieren.

An der Konferenz, die bis zum 24. Mai dauert, nehmen rund 1500 Delegierte aus über 170 Staaten teil. Neben den Reformen stehen nicht übertragbare Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden im Zentrum. Auch soll erneut ein Versuch unternommen werden, die nur noch in Russland und den USA in Labors gehaltenen Stämme des gefährlichen Pockenvirus endgültig zu vernichten.

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