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Welttag gegen die Todesstrafe - die Schweiz engagiert sich

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 16:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Eine Welt ohne Todesstrafe rückt in greifbare Nähe. 139 Länder hätten die Kapitalstrafe bereits abgeschafft, sagte Lukas Labhardt von Amnesty International (AI) an einer Pressekonferenz zum Welttag gegen die Todesstrafe. Noch immer würden aber jährlich Tausende Menschen hingerichtet.
Dass sich darunter auch Minderjährige befinden, ist für den Todesstrafe-Experten von AI besonders stossend. "Seit Anfang 2007 sind in Saudi-Arabien, im Iran, im Sudan und im Jemen mindestens 24 jugendliche Straftäter hingerichtet worden", sagte Labhardt in Bern.
AI hatte gemeinsam mit dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Delegation der Europäischen Kommission in Bern und der Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (ACAT) zu der Pressekonferenz geladen. Die Organisatoren unterstrichen ihr Engagement gegen die Kapitalstrafe im Hinblick auf den Welttag gegen die Todesstrafe vom 10. Oktober.
"Die Abschaffung der Todesstrafe rückt näher", bilanzierte Todesstrafe-Experte Labhardt von AI. Zuletzt hat Burundi im April 2009 die Kapitalstrafe durch lebenslange Haft ersetzt. Dies sei dank langjährigem Engagement von Menschenrechtsorganisationen gelungen, informierte Chantal Mutamuriza, Begründerin von ACAT Burundi.
Innerhalb Europas vollstreckt einzig Weissrussland noch immer die Todesstrafe. Das Land sei damit automatisch von der Mitgliedschaft in der EU und im Europarat ausgeschlossen, sagte EU-Botschafter Reiterer. In der Schweiz ist die Todesstrafe seit 1942 im zivilen Strafgesetzbuch abgeschafft. Die letzte Hinrichtung wurde 1944 vollstreckt.
Anlässlich des Welttages gegen die Todesstrafe werden AI-Menschenrechtsaktivisten am Samstag in Zürich und Genf Strassenaktionen durchführen. ACAT Schweiz seinerseits hat Unterrichtsmaterial für Schulen erarbeitet, um Jugendliche für die Abschaffung der Todesstrafe zu sensibilisieren.

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