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Die Wettbewerbsbehörden haben den Aktienverkauf von BLS Cargo an die französische SNCF Logistics genehmigt. (Symbolbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Die Wettbewerbsbehörden der Schweiz und Deutschlands stimmen dem Verkauf von 45 Prozent der Aktien der BLS Cargo an die französische SNCF Logistics zu. Die Partner versprechen sich von der Zusammenarbeit eine stärkere Position im Nord-Süd-Güterverkehr.

Die beiden Unternehmen gaben den geplanten Aktienverkauf bereits im vergangenen Februar bekannt. Vorbehalten blieb die Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden. Diese liegt nun vor, wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten.

Die BLS bleibt Mehrheitsaktionärin ihrer Güterbahn mit 52 Prozent. Drei Prozent hält weiterhin die in Italien verwurzelte Ambroggio-Gruppe.

Die 45 Prozent-Beteiligung an BLS Cargo hielt früher die Schweizer Holding der deutschen DB Schenker Rail. Anfang 2015 kaufte die BLS das Aktienpaket zurück und gibt es nun an die französische SNCF Logistics weiter.

Zusammenarbeit ab Juli

SNCF Logistics gehört zur französischen Staatsbahn SNCF. Mit zwei Tochtergesellschaften ist sie im deutschen und italienischen Güterverkehrsmarkt tätig. Weniger aktiv war sie bislang in der Schweiz und auf dem Nord-Süd-Korridor.

Die Zusammenarbeit von BLS Cargo und SNCF Logistics startet Anfang Juli, wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Die Unternehmen haben sich verbesserte, grenzüberschreitende Angebote auf dem Nord-Süd-Korridor zum Ziel gesetzt.

Mit einem neuen, stabilen Partner reduzieren sich für die BLS die unternehmerischen Risiken im Cargo-Geschäft, wie BLS-Chef Bernard Guillelmon im Februar bei der Bekanntgabe des Aktienverkaufs sagte.

Der Korridor zwischen Rotterdam/Antwerpen und Genua soll das zentrale Geschäftsfeld der BLS Cargo bleiben. Der linksrheinische Korridor könnte aber an Bedeutung gewinnen.

SDA-ATS

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